Was als Jugendabend am Freitagabend, 6. November 2026 in der Kirche Heidelberg-Werderstraße angekündigt war, entwickelte sich für rund dreißig Jugendliche aus dem gesamten Kirchenbezirk zu einer freundschaftlichen Begegnung mit Apostel Daniel Habich.
Lange bevor die ersten Jugendlichen eintrafen hatten Elena und Priester Elias Feil, Jugendleitende im Kirchenbezirk, im unteren Nebenraum der Kirche ein reichhaltiges Zutatenbuffet aufgebaut und jeden der drei großen Tischblöcke mit Schneidbrettern, Messern, Kochrezepten und Fragen an den Apostel versehen. Apostel Habich begrüßte die Jugendlichen persönlich an der Kirchentüre, gesellte sich zu den einzelnen Gesprächsgrüppchen und spielte eine Runde Tischkicker mit.
Elena Feil begrüßte die Jugendlichen, während Elias Feil dem Apostel ein Willkommensgeschenk überreichte und die Spielregeln des Abends erklärte: an jedem Tisch sollten bestimmte Zutaten vorbereitet werden, um im Anschluss leckere Wraps und einen Obstsalat genießen zu können. Dabei solle der Apostel an jedem Tisch unterstützen, mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen und persönliche Fragen beantworten.
Apostel Habich sprach ein herzliches Gebet, in dem auch die Belange der Jugendlichen breiten Raum fanden und bot allen das „Du“ an, weil er sich Begegnungen auf Augenhöhe wünsche, Vertrauen aufbauen und Berührungsängste abbauen wolle. Gleichzeitig stellte er Priester Ruben Müller aus Pforzheim als federführenden Jugendleiter für den gesamten Apostelbereich vor.
Nach einem „Zuerst einmal alle Hände waschen – wir arbeiten mit Lebensmitteln!“ von Elias Feil ging es an die Arbeit. Gleich am ersten Tisch, der für den Obstsalat zuständig war, schnippelte Apostel Habich fleißig mit. Auf die vorbereitete Frage „Was ist die größte Herausforderung deines Amtsauftrages?“ antwortete er ganz ehrlich: „Zeit“. Er würde gerne mehr Kontakte zu einzelnen Gemeindemitgliedern knüpfen, werde aber vom vollen Terminkalender eingeholt. Auf die Frage, was ihn zum Lachen bringe, zitierte er textsicher „Hinter eines Baumes Rinde wohnt die Made mit dem Kinde.“ (Heinz Erhardt 1909 -1979) Und weiter ging es für ihn an den nächsten Tisch, wo ebenfalls emsig geschnippelt und gerührt wurde.
Gegen 20:15 Uhr zog feiner Duft aus der Küche, wo Salat gewaschen und das bereits benutzte Geschirr gespült wurde. Kurz darauf hatte sich das Zutatenbuffet in ein Wrap-Buffet verwandelt und Elias wünschte „Guten Appetit“. Mehr oder weniger kunstvoll füllten und faltenten die Jugendlichen ihre individuell zusammengestellten Wraps und ließen sie sich schmecken. Auch der Apostel griff beherzt zu, während er sich weiter mit den Jugendlichen austauschte.
Leise Musik lief im Hintergrund, als erneut der Tischkicker oder die Coach belagert wurden. Als sich die Jugendlichen langsam auf ihren teils weiteren Heimweg machten, waren viele neue Kontakte geknüpft, Gedanken und Sorgen ausgetauscht, während der Apostel zusammen mit Ruben Müller immer noch strahlend offen für alle Gespräche war.