Mehr als 30 Kinder aus dem gesamten Kirchenbezirk bevölkerten mit ihrer jeweiligen Begleitung die Kirche Sinsheim. Die Gemeinde Sinsheim, zu der selbst gerade wenig Kinder zählen, hatte sich spontan bereit erklärt, Gastgeberin des Familiengottesdienstes am Sonntagvormittag, 12. Juli 2026 zu sein und umsorgte ihre jungen Besucherinnen und Besucher liebevoll.
Ab 10:15 hatten die Kinder die Musikbeiträge geprobt, während vor der Kirche schon Getränke und Snacks bereitstanden.
„Ein Gärtner geht im Garten“ (GB 230) war das gemeinsame Eingangslied am Beginn des Gottesdienstes. Nach seinem ersten Gebet bedankte sich Priester Manuel Mauritz aus der Gemeinde Heidelberg-Wieblingen herzlich bei der Gemeinde Sinsheim für ihre Gastfreundschaft und stellte das Thema des Gottesdienstes vor.
„Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jesus Christus.“
2. Petrus 3,18a war Predigtgrundlage. Wachsen war für die Kinder nicht unbekanntes und sie stellten fest, dass neben dem körperlichen Wachstum auch geistiges Wachstum nötig sei. Priester Mauritz fragte nach einer kleinen Person in der Bibel. Schnell stand der kleine Hirtenjunge David im Raum, der sich in großem Gottvertrauen dem Kampf gegen Goliath stellte. Goliath aus dem Volk der Philister, der größer war als alle seine Zeitgenossen und dessen Rüstung so schwer, dass sie von niemand anderem getragen werden konnte, hatte 14 Tage lang die Israeliten mit ihrem Gott verhöhnt und forderte zum Kampf heraus. David, der seine Schafe gegen Wölfe und Bären verteidigt hatte, lehnte jede Rüstung ab und wollte nur mit seinem persönlichen Handwerkszeug in den Kampf ziehen. Mit einem Kieselstein aus seiner Schleuder, Mut und Glaube entschied er den ungleichen Kampf mit Gottes Hilfe. Umso größer der Glaube, desto mehr ist Gott bei einem, stellte Priester Mauritz mit den Kindern zusammen interaktiv fest.
Gott habe jedem geistige Fähigkeiten verliehen, die zu entwickeln seien, wie Friede und Liebe. Als den Kindern gerade nichts einfiel, fragte Priester Mauritz kurzerhand bei den Erwachsenen nach, die Vergebungsbereitschaft und Demut aufzählten. Demut veranschaulichte Priester Mauritz mit der Fußwaschung von Jesus und dessen Empfehlung, zu dienen beim Streit der Jünger, wer der größte sei.
„Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen“ (Stimmt mit ein Nr. 76) war der gesungene Impuls der Kinder für Priester Mauritzs Rat, Zäune im zwischenmenschlichen Leben mit Vergebungsbereitschaft zu überwinden.
„Hilf jedem, der seine Stärken sucht“ bat Priester Mauritz in seinem letzten Gebet nach dem sakramentalen Teil des Gottesdienstes und beendete ihn mit Segen, bevor die Kinder „Was bei den Menschen unmöglich ist“ (Dirk Pfau) schmetterten und Applaus ernteten.
Als Gemeinschaftsprojekt fürs kommende Jahr stellten Milena Dörsam, Kathleen Hildebrand und Sabrina Wieland „6K United“ in der SAP-Arena für Kinder von sieben bis 14 Jahre vor. In der Zwischenzeit waren draußen Stehtische aufgeklappt, Kaffee gekocht und heiße Würstchen, Gemüsesticks, Aufstrich, Laugenstangen mit Butter und Käse, Obst und Kuchen bereitgestellt.
Als kleine Erinnerung lagen Samentütchen für die Kinder bereit, damit auch zu Hause etwas sichtbar wachsen kann.