Weiße Rosen im Foyer erfreuten die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher am Sonntag, 5. Juli 2026 beim Betreten der Kirche Eberbach – darunter auch zwei Vertreterinnen des Hospizvereins Eberbach- Schönbrunn e. V.
„Eine Botschaft voll Erbarmen“ (GB 250) sang die anwesende Gemeinde am Beginn des Gottesdienstes und verströmte Zuversicht in Gottes große Gnade und das Evangelium von Jesu.
„Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, dass sie zwar nach Menschenweise gerichtet werden im Fleisch, aber nach Gottes Weise leben im Geist.“
1. Petrus 4,6 war Predigtgrundlage. Dreimal im Jahre werde Gottesdienste für Entschlafene gefeiert, erklärte Priester Philipp Eiermann, auch weil Jesus vor seiner Auferstehung zuerst den Seelen in der jenseitigen Welt das Evangelium verkündet habe und verwies dazu auf 1. Petrus 3,19.20. Für die Seelen in der jenseitigen Welt könne gebetet werden, dass sie zu Gott finden, wobei allein Jesus durch die Sakramente zu Gott führen könne. Sakramente seien essenziell, um eine Verbindung zu Gott aufzubauen und bereits von den urchristlichen Aposteln stellvertretend an Tote gespendet worden. Gottes Macht kenne keine Grenzen und er schließe niemand aus. Der 2. Glaubensartikel beschreibe auch die Wiederkunft Jesu und verheiße damit ein Wiedersehen mit den Verstorbenen, bei dem keiner mehr an Negatives denke.
„Ich bete an die Macht der Liebe“ (GB 221) hatte der gemischte Chor vor dem Predigtbeitrag von Priester Wolfram Grimm vorgetragen, als dieser bestätigte, dass Gott für alle da sei – für die Lebenden und die Toten und alle gleichermaßen liebe.
„Sehn wir uns wohl einmal wieder“ (GB 422) war die Überleitung des Chores zum Predigtbeitrag von Priester Georg Hildebrand, der vom frühen Unfalltot eines damals jugendlichen Cousins berichtete und mutmaßte, dass alle Plätze in der Kirche – unsichtbar – besetzt seien.
Mit Psalm 23,4 leitete Priester Eiermann den sakramentalen Teil des Gottesdienstes ein. Nach Sündenvergebung, Heiligem Abendmahl und einem besonderen Gebet für Verstorbene beendete er den Gottesdienst mit Gebet und Segen.
Hospizverein Eberbach-Schönbrunn e. V.
„Es ist heute nicht wie immer“ bekannte Ursula Clifford, stellvertretende Vorsitzende des Hospizvereins Eberbach-Schönbrunn e. V. nach dem Gottesdienst. Auch Ulrike Göhrig, Koordinatorin im Verein bedankte sich für das Gottesdiensterleben.
Sie stellte die Trauerbegleitung in Form vom monatlich stattfindenden Trauertreff, halbjährlich organisierten Trauerwanderungen oder individueller Einzelfallbetreuung vor.
Die Begleitung von Sterbenden und deren Angehörigen im häuslichen oder stationären Umfeld stelle ein weiteres Hilfsangebot dar. Im Ernstfall empfehle sie, die „Nummer gegen Kummer“ zu wählen, um vielfältige Hilfe von qualifizierten Kräften zu erhalten. Auch Beatrix Raab aus der Gemeinde Eberbach durchlaufe gerade eine ehrenamtliche Qualifizierung.
„Letzte Hilfe“-Kurse sowie Vorsorgeinformationen werden zweimal im Jahr angeboten. Alle unterliegen der Schweigepflicht und es werde keine Rechnung gestellt.
Spende von human aktiv
Darum unterstützt human aktiv, das Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland diese wertvolle Arbeit mit 2.000 Euro. Ursula Clifford und Ulrike Göhrig bedankten sich herzlich und luden zum 30jährigen Vereinsjubiläum im Oktober 2026 ein.
Bei einer Tasse Kaffee und Gebäck im Foyer konnten viele Fragen beantwortet und Eindrücke und Empfindungen ausgetauscht werden.