„Lasst uns fröhlich Lieder singen“ (GB 275) stimmten Gottesdienstteilnehmende aus dem Gemeinden Buchen, Eberbach, Eschelbronn, Haßmersheim, Michelstadt, Mosbach und Sinsheim am Sonntagvormittag, 14. Juni 2026 in der Kirche Eberbach an. Apostel Daniel Habich spendete im Verlauf des Gottesdienstes das Sakrament der Heiligen Versiegelung und ordinierte einen Diakon.
„Denn uns fiel ein lieblich Los“ – die Passage aus dem Vortrag des gemischten Chores „Unser Mund kann froh lobsingen“ (CB 437) betrachtete Apostel Habich am Beginn seiner Predigt näher. Manche Menschen würden nach einem glücklichen Los streben, während ein liebliches Los Gottes Gnade entspringe.
„Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, dass sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, auf dass die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.“
Johannes 17,20-21 war Predigtgrundlage. Apostel Habich beleuchtete die Dreifaltigkeit Gottes anhand einer vor rund 600 Jahren gemalten Ikone, auf der drei an einem Tisch sitzen, während die vierte Seite des Tisches leer ist und Platz für jeden einzelnen biete. Der dazu notwendige „Stuhl“ – die Berechtigung am Tisch Gottes zu sitzen – sei die Heilige Wassertaufe und die Heilige Versiegelung. Jesus bitte zu Tisch – der Glaube vermittle die Kraft, am Tisch bleiben zu können. Jeder dürfe zu Tisch kommen, weil Jesus für alle gestorben sei und jeden gleich liebe. Der Heilige Geist helfe, den Nächsten besser zu verstehen, die Dinge aus dessen Perspektive zu sehen und damit Einssein trotz Individualität zu bewirken. Strahlen pure Liebe und tiefer Friede, die an diesem Tisch herrschen, aus, werde das Interesse geweckt, ebenfalls am Tisch Platz nehmen zu wollen.
Nebensächlichkeiten innerhalb einer Gemeinde nicht zur Hauptsache werden zu lassen, dazu appellierte Bezirksvorsteher Priester Mathias Gramlich in seinem Predigtbeitrag und stellte fest, dass am Tisch Gottes nur ein Geist herrsche – der Heilige Geist.
Wenn jeder in einer Gemeinde dafür sorge, dass sich jeder wohlfühle, habe jeder Einfluss darauf, dass es in einer Gemeinde schön sei, fasste Apostel Habich zusammen. Mit der Zusage „Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde“ aus Psalm 23,5 betonte der Apostel, dass niemand und nichts von der Liebe Gottes trennen und vermeintliche Feinde zu Freunden werden können.
Sakramente und Ordination
„Du bist vom lieben Gott gewollt, genau an diesem Platz“ versicherte der Apostel in seiner Ansprache an die Eltern dreier Kleinkinder und einer Mutter, bevor er das Sakrament der Heiligen Versiegelung im sakramentalen Teil des Gottesdienstes spendete. Anschließend feierte er mit der ganzen Gemeinde Heiliges Abendmahl und ordinierte für die Gemeinde Michelstadt einen Diakon.
„Preis und Anbetung“ (CB 152) war die musikalische Zusammenfassung des gemischten Chores am Ende des Gottesdienstes.