„Lasst die Herzen immer fröhlich“ (GB 242) schallte am Beginn des ersten Familiengottesdienstes am Sonntag, 18. Januar 2026 durch die vollbesetzte Kirche Bammental. Neben den Kindern und ihrer Begleitung aus dem gesamten Kirchenbezirk war auch die Gemeinde Bammental anwesend.
Um die Kinder mehr in den Mittelpunkt zu rücken, werden künftig an wechselnden Orten Familiengottesdienste in kindgerechter Sprache angeboten, an denen die gastgebende Gemeinde ebenfalls teilnimmt. Darum war am Sonntag der rechte Block der Kirche Bammental fest in Kinderhand, während die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher aus der Gemeinde Bammental im linken Block Platz genommen hatten.
Bereits ab 10:15 Uhr hatten die Kinder Lieder für den Gottesdienst geprobt und umrahmten den Gottesdienst mit frischer Musik.
„Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne“
Lukas 15, 11 war Predigtgrundlage. Priester Mathias Gramlich, Bezirksvorsteher des Kirchenbezirks stellte das Gleichnis Jesu vom verlorenen Sohn anhand einer kindgerechten Illustration vor. Zu Jesu Zeiten sei es für einen nachgeborenen Sohn durchaus üblich gewesen, sich vorzeitig das Erbteil auszahlen zu lassen, um damit wo anders eine Existenz aufzubauen. Abwechselnd lasen Kinder die einzelnen Stationen des Gleichnisses vor, die Priester Gramlich erläuterte. Jesus habe seine Botschaften durch Gleichnisse mitgeteilt, die Menschen damaliger Zeit verstehen konnten. „Wenn sich jemand dafür entscheidet, sich von Gott abzuwenden, hält Gott doch jeden Tag Ausschau und liebt denjenigen“ war das Fazit von Priester Gramlich. Auch Jesus habe die Zusage gegeben: „Ich bin bei euch alle Tage!“ (aus Matthäus 28,20), was die Sicherheit gebe, einen Freund zu haben, der bei einem sein will.
Ein Navigationsgerät, das nicht müde wird, auf den richtigen Weg hinzuweisen, verglich Priester Niclas Dörsam in seinem Predigtbeitrag mit Gott. Manchmal helfe in unklaren Lebenssituationen auch, sich aufs Bauchgefühl – die Impulse des Heiligen Geistes - zu verlassen.
Von den Kindern zu lernen und wie der gütige Vater mit anderen Menschen umzugehe, riet Priester Gramlich den erwachsenen Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern.
„Kleine Tropfen Wasser“ (GB 235) – das gemeinsame Lied leitete den sakramentalen Teil des Gottesdienstes ein. Während der Feier des Heiligen Abendmahl erklang aus vollem Herzen „Gott ist die Liebe“ (GB 234)
In seinem abschließenden Gebet dankte Priester Gramlich für Gottes Liebe, Vergebung und ständige Begleitung. Gleichzeitig bat er um erlebbare Navigation im Leben durch Gott.
„Schritt für Schritt, so geh ich meine Straße“ (Dirk Pfau) war der überzeugt von den Kindern vorgetragene musikalische Schlusspunkt des Gottesdienstes, den die Erwachsenen mit Applaus quittierten.
Beim anschließenden Beisammensein stärkten sich die Kinder und fanden gemeindeübergreifend neue Freunde.