Auch in diesem Jahr öffnen sich in der Adventszeit die Türen im Heidelberger Stadtteil Wieblingen. Am Dienstag, 9. Dezember 2025 waren die Türen der neuapostolischen Kirche weit geöffnet.
In der anheimelig beleuchteten Kirche hatten sich rund 20 Wieblingerinnen und Wieblinger eingefunden. Hirte i. R. Helmut Haas begrüßte und begleitete das gemeinsame „Macht hoch die Tür“ an der Orgel. Einen Perspektivwechsel wie die umtriebige Adventszeit doch noch zur besinnlichen Zeit werden kann, trug Horst Riedinger vor.
Nach dem gemeinsam gesungenen „Gelobet sei der König“ (GB 7) lüftete Berit Haas das Geheimnis einer brennenden Kerze: sie verbreite feierliche Stimmung, brenne lautlos und schreie nicht, mit ihrem frohen Leuchten verströme sie wohltuende Wärme. Sie bringe ein sinnvolles Opfer, ihre Flamme strebe nach oben, während sie gleichzeitig nach unten abnehme, damit aber jede noch so dunkle Finsternis erhelle (vergl. 2. Korinther 4,6). Weiter betrachtete sie, dass es viele Kerzen gebe, aber nur wenige Lichter. Erst Feuer entzünde die Kerze zum Licht.
Advent sei die Sehnsucht nach Weihnachten, aber auch Fastenzeit, stellte Helmut Haas fest und fragte, auf man bis Weihnachten verzichten könne, um der Liebe zu Gott und dem Nächsten wieder freien Lauf lassen zu können.
Mit dem gemeinsam gesungenen „Tochter Zion“ war die Vorfreude auf Weihnachten wieder ein Stückchen gewachsen und Besinnung eingekehrt. Bei Glühwein, Punsch, Stollen und Gebäck entwickelten sich im Anschluss schöne Gespräche.