Unter diesem Motto aus Psalm 36,7 wurde der diesjährige ökumenische Tag der Schöpfung an vielen Orten in Deutschland gefeiert. Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Mosbach (ACK) hatte am Sonntag, 7. September 2025 in den Burggraben Neckarelz eingeladen und die Kollekte für ein Trinkwasserprojekt von human aktiv vorgesehen.
Bereits am Eingang zum Burggraben hingen die Plakate über das Trinkwasserprojekt in Kamerun von human aktiv, dem Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland. Die Herbstsonne hatte tagsüber die Steinstufen des Burggrabens erwärmt, der Altar war schlicht mit Naturmaterialien geschmückt und ebenfalls von einem informativen human aktiv-Plakat flankiert, während die Band „Old Bones“ der katholischen Seelsorgeeinheit MOSE ihre Instrumente aufbaute.
Eine schwungvolle Eingangsmusik und ein gemeinsam gesungenes Lied aus dem Jugendliederbuch „God for You(th)“ eröffneten den Gottesdienst unter freiem Himmel. Martin Reiland, Pastoralreferent der katholischen Seelsorgeeinheit MOSE hieß alle willkommen und Anette Kast, Delegierte der neuapostolischen Kirchengemeinde Mosbach las im Wechsel mit den Anwesenden Psalm 36. Mit der Bitte „Herr, erbarme dich“ schloss das nächste Lied, bevor Diakon Markus Vogl zur Einkehr mahnte und um einen Moment der Stille bat.
Die Lesung aus 1. Mose 6 beschrieb die Situation zu Noahs Zeit mit Gottes Auftrag zum Bau einer Arche und der Ankündigung der Sintflut und endete mit „Und Noah tat alles, was ihm Gott gebot.“ Gott, der alles wertschätze, wage einen Neuanfang, beschrieb Pfarrerin Kristina Lallathin aus Freiburg ihren Zwiespalt als Theologin einerseits und Mitglied von Christians4Future, Teil der Fridays-for-Future-Bewegung andererseits in ihrer Predigt. Mit dem Regenbogen habe Gott versprochen, nie wieder zerstörerisch zu wirken, was sie auch bei den Menschen anmahnte. Sie ermunterte dazu, die Schöpfung mit allen Sinnen wahrzunehmen und sie wie Gott, der Menschen und Tieren helfe, zu schützen.
Nach dem gemeinsamen Glaubensbekenntnis, einem Gebet für Menschen und Tiere aus der orthodoxen Tradition und dem gemeinsame Vaterunsergebet folgte der Friedensgruß von Diakon Vogl mit dem Zitat von Jesaja 11,6-8.
Über das Trinkwasserprojekt, mit dem human aktiv, das Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland den Menschen in Kamerun dauerhaft Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht und gleichzeitig Schulungen zur Instandhaltung anbietet, informierte Anette Kast und bat um Unterstützung in Form der Kollekte.
Ein Segen für Menschen und alle Geschöpfe, gemeinsame Lieder und schwungvolle Instrumentalmusik rundeten die harmonische ökumenische Begegnung ab.