„Lass du mich stille werden“ (CB 116) sang der gemischte Chor am Mittwoch, 16. Juli 2025 in der vollbesetzten Kirche Bammental. Bezirksapostel Michael Ehrich feierte den Abendgottesdienst mit den Gemeinden Bammental, Eschelbronn, Neckarbischofsheim, Neckargemünd-Mückenloch, Neckarsteinach-Darsberg und Sinsheim.
„Gott ist gegenwärtig“ (GB 103) sang die ganze Gemeinde am Beginn des Gottesdienstes. An die Zusage Jesu: „Wo zwei oder drei versammelt sind…, da bin ich mitten unter ihnen“ (Matthäus 18,20) erinnerte der Bezirksapostel in seinem ersten Gebet und las als Predigtgrundlage Lukas 13,12-13
„Als aber Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Frau, du bist erlöst von deiner Krankheit! Und legte die Hände auf sie; und sogleich richtete sie sich auf und pries Gott.“
Bezirksapostel Ehrich schilderte den biblischen Kontext, als Jesus eine seit 18 Jahren verkrümmte Frau zu sich rief und heilte. Das behagte dem Synagogenvorsteher nicht, was Jesus mit dem Hinweis, dass Ochs und Esel auch am Sabbat zur Tränke geführt würden, entkräftete. Jesus habe mit seinen vollbrachten Wundern zwar göttliche Macht demonstriert, aber gleichzeitig vermittelt, dass das wirklich wichtige geistiger Natur sei. Darum habe er einem Gelähmten zuerst die Sünden vergeben, bevor er ihn heilte.
Aktuellen Heilungsbedarf sah der Bezirksapostel in herrschender Lieblosigkeit und warnte vor Egoismus, Geiz, Neid und Mutlosigkeit. Den Nächsten wie sich selbst zu lieben, bedeute, ihn zu akzeptieren. Der Bezirksapostel ermunterte dazu, sich als Christ zu bekennen und nicht nur Christ zu nennen. Als Heilungsmöglichkeiten beschrieb er das Heilige Abendmahl, das gesprochene Wort im Gottesdienst und Gebete.
Bischof Jörg Vester verglich in seinem Predigtbeitrag den Gottesdienstbesuch mit einer Vorsorgeuntersuchung der seelischen Gesundheit.
„Der Mond ist aufgegangen“ (Matthias Claudius 1740 - 1815) mit Harfe und Triangel war der musikalische Schlusspunkt des großen Chores nach dem sakramentalen Teil des Gottesdienstes mit Gebet und Segen.