Streicherklänge begrüßten die Gottesdienstteilnehmerinnen und -teilnehmer aus den Gemeinden Bammental, Eschelbronn, Neckarbischofsheim und Sinsheim sowie zahlreiche Ehrengäste am Donnerstagvormittag, 29. Mai 2025 in der Kirche Sinsheim. Im Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt spendete Apostel Martin Rheinberger das Sakrament der Heiligen Versiegelung und nahm Veränderungen in der Gemeindeleitung der Gemeinde Sinsheim vor.
Mit einer Vertonung von Psalm 122 mit der Textpassage „Es möge Friede sein in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen!“ bereitete der gemischte Chor den Predigtteil vor. Glück bedeute, dass Christus bei einem sei, erklärte Apostel Rheinberger und das wünsche er dem scheidenden Vorsteher der Gemeinde Sinsheim und seinem Nachfolger.
„Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, das standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und sehr gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.“
Apostelgeschichte 1,10-11 war Predigtgrundlage. Die Lesung umfasste Apostelgeschichte 1,4-12. Apostel Rheinberger beschrieb, wie Jesus es seiner neugegründeten Kirche überließ, seine Arbeit fortzusetzen und den zwölften Apostel nachzuwählen (Apostelgeschichte 1,26). Jesus, der schon immer war und immer sein werde, sei Mittelpunkt der Heiligen Schrift mit seiner Zusage „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Matthäus 28, aus 20). Jesus sei dort, wo seine Gebote gehalten werden. Jesus Christus und der Heilige Geist gehören zusammen. Der Heilige Geist erinnere daran, was Jesus gesagt habe. Die Gewissheit, dass Jesus wiederkomme, könne im Gebet, im Widerstehen von Anfechtungen und der Gemeinschaft mit dem Nächsten in aller Unterschiedlichkeit gepflegt werden.
Seine Dankbarkeit jahrzehntelang als ehrenamtlicher Seelsorger wirken zu können, brachte Evangelist Peter Ruf in seinem letzten Predigtbeitrag seiner Amtstätigkeit zum Ausdruck. Wenn der Heilige Geist Gottes Wort verkündige, seien das die Momente, wo der Himmel die Erde berühre.
Heilige Versiegelung
Im sakramentalen Teil des Gottesdienstes spendete Apostel Rheinberger das Sakrament der Heiligen Versiegelung an zwei Kleinkinder. Immer Brücken im Glauben zu bauen, riet er den Eltern in seinen einleitenden Worten.
Wechsel in der Gemeindeleitung
Mit Apostelgeschichte 2,42 „Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet“ dankte Apostel Rheinberger Evangelist Peter Ruf für 47 Jahre ehrenamtliche Seelsorge, davon 34 Jahre in der Leitung verschiedener Gemeinden des Kirchenbezirks. Mit seiner Nachfolge als Vorsteher der Gemeinde Sinsheim beauftragte der Apostel anschließend Priester Martin Schatz.
Grußwort
„Gut, dass wir einander haben“ (CB 357) fasste der gemischte Chor die vielfältigen Emotionen des Gottesdienstes zusammen, bevor Dekanin Christiane Glöckner-Lang ihr Grußwort als Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Sinsheim sprach. Mit Johannes 14,2 „In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen“ erinnerte sie an die gute Zusammenarbeit der christlichen Kirchen der Stadt Sinsheim mit der feierlichen Unterzeichnung der Neufassung der „charta oecumenica“ im vergangenen Jahr. Sie bezog sich aber auch auf den Beruf des scheidenden Gemeindevorstehers als „Fachmann für Wohnungsvermittlung“. Sie ermunterte dazu, füreinander zu beten und die Nachbarn aufzusuchen – neue Bewohner seien immer herzlich willkommen.
Mit launigen Worten und einem selbstgetexteten Lied dankte Priester Martin Schatz, bisher stellvertretender Vorsteher der Gemeinde Sinsheim, bevor bei einem Umtrunk noch unzählige Dankesworte und Glückwünsche ausgetauscht wurden.