In der Kirche Wilhelmsfeld hatten sich am Mittwoch, 26. März 2025 die Gemeinden Neckarsteinach-Darsberg, Schriesheim und Wilhelmsfeld versammelt. Im Abendgottesdienst nahm Apostel Martin Rheinberger eine Veränderung in der Gemeindeleitung vor.
„Meine Seele ist stille zu Gott“ – mit einer Vertonung von Psalm 62,2 leitete der gemischte Chor der drei Gemeinden den Predigtteil ein, was Apostel Rheinberger spontan aufgriff. Jesus habe beim Verhör bei Pontius Pilatus die Fähigkeit zum Stillesein besessen, weil er sich der Macht von oben bewusst gewesen sei. In Situationen, die das letzte von einem fordern, sage Jesus „Ich bin bei dir und helfe, das Kreuz zu tragen“. Der Apostel forderte dazu auf, sich gegenseitig zu unterstützen, dass Jesus Christus in der Mitte stehe.
„Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“
Hebräer 13,14 war Predigtgrundlage. Apostel Rheinberger stellte fest, dass Tod und Sterblichkeit in der Gesellschaft negiert seien. Wem bewusst sei, dass seine Zeit begrenzt ist, der mache etwas Gutes und nütze die Zeit, was er mit der Begebenheit der Freunde, die einen Kranken durchs Dach zu Jesus gebracht hatten, untermauerte. Gutes zu tun solle nicht aufgeschoben werden, weil keiner wisse, ob er morgen noch die Chance dazu habe.
Die zukünftige Stadt beschrieb der Apostel mit der Wiederkunft Jesu. Ewiges Leben schenke Gott und könne nicht erarbeitet werden. Das Dienen Jesu, das er nach seiner Auferstehung einfach fortgesetzt habe, verglich der Apostel mit dem Dienst in der Gemeinde: Einander in Liebe begegnen, einander vergeben und Gemeinschaft schaffen. Dass Gott die Stätte und für jeden einen Platz bereitet habe, belegte der Apostel anhand des Gleichnisses in Lukas 14,15ff
„Ich freue mich, dass ihr alle da seid und dass ich die Chance habe, allen danke zu sagen, die mitgeholfen haben und um Vergebung zu bitten, für alles was ich falsch gemacht habe“ eröffnete Priester Axel Zoppke, Vorsteher der Gemeinde Wilhelmsfeld seinen letzten Predigtbeitrag seiner aktiven Amtstätigkeit.
„Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat, …was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben“ – mit dem Zitat aus 1. Korinther 2,9 schloss Apostel Rheinberger den Predigtteil und eröffnete den sakramentalen Teil des Gottesdienstes.
Änderung in der Gemeindeleitung
„Habe deine Lust am Herrn; der wird dir geben, was dein Herz wünscht“ – eine Vertonung von Psalm 37,4 trug der gemischte Chor vor, bevor der Apostel Priester Axel Zoppke an den Altar bat, ihm für beinahe 40 Jahre ehrenamtlicher Amtstätigkeit dankte und ihn in den Ruhestand versetzte. Mit der Leitung der Gemeinde Wilhelmsfeld beauftragte er Priester Manfred Behrens aus der Gemeinde Heidelberg-Werderstraße und versicherte ihm, dass für ihn bereits gebetet worden sei.
„Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebnen“ – mit dem irischen Segenswunsch setzte der gemischte Chor den musikalischen Schlusspunkt.