„Gott ist die Liebe“ (GB 234) in vielen Variationen intonierte der Organist, als sich die Gottesdienstteilnehmerinnen und -teilnehmer aus den Gemeinden Eschelbronn und Neckarbischofsheim in der Kirche Eschelbronn versammelten. Apostel Martin Rheinberger feierte den Abendgottesdienst am Mittwoch, 12. Februar 2025, spendete das Sakrament der Heiligen Versiegelung und nahm Veränderungen im Amtsträgerkreis vor.
„So wie ich bin, komm ich zu dir“ (Bodo Hoppe/Markus Rink) trug der gemischte Chor mit Instrumentalbegleitung am Beginn des Predigtteils vor. Davon inspiriert lenkte Apostel Rheinberger den Blick auf Gott, der Mose im brennenden Busch mit „Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs“ (aus 2. Mose 3,6) und „Ich werde sein, der ich sein werde“ (aus 2. Mose 3,14) begegnete. Er versicherte, dass sich Gott nicht geändert habe – trotz aller Unsicherheiten. Apostel Rheinberger erinnerte an die in die Wüste vertriebene Hagar (1. Mose 21,19), der Gott die Augen auftat, dass sie einen Wasserbrunnen sehen konnte: „Die Hilfe ist schon da, du kannst sie nur noch nicht sehen“. Durch eine enge Verbindung mit Jesus selbst zu Quelle ewigen Lebens werden zu können, erläuterte der Apostel anhand der Begegnung Jesu mit der Frau am Jakobsbrunnen (Johannes 4,14)
„Es geschah das Wort des HERRN zu Jona, dem Sohn Amittais.“
Jona 1,1 war Predigtgrundlage. Apostel Rheinberger beschrieb Jona als einen Propheten, der sich selbst im Weg stand. Obwohl er sich Gott widersetzt habe, war Gott mit ihm und zog seine Barmherzigkeit nicht zurück. Jona erkennte seine Schuld und ließ sich über Bord werfen (Jona1,12). Als er schließlich seinen göttlichen Auftrag erfüllte, war er unzufrieden mit Gottes Barmherzigkeit, die Ninive nicht untergehen ließ.
Wie Jona auch mal eine Schuld einzugestehen, dazu forderte Priester René Keune, stellvertretender Vorsteher der Gemeinde Neckargemünd-Mückenloch in seinem Predigtbeitrag auf.
Sakramente
Buße tun und sich zu Gott hinwenden wie die Menschen von Ninive, war der Rat des Apostels vor dem sakramentalen Teil des Gottesdienstes. Eine Quelle des Segens für die Kinder zu sein, empfahl der Apostel dem Elternpaar und versiegelte deren jüngsten Sohn.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls bat der Apostel Priester Christian Haas an den Altar, entlastete ihn als stellvertretender Vorsteher der Gemeinde Neckarbischofsheim und bestätigte ihn für die Gemeinde Eschelbronn.
„O Herr, gib Frieden“ (Dmitri Bortnjanski 1751 – 1825) war der musikalische Schlusspunkt des gemischten Chores.