Frühlingsblumen schmückten den Altar der Kirche Eberbach am Sonntag, 19. Januar 2025. Zum Gottesdienst als Auftakt ins Jubiläumsjahr „125 Jahre Kirchengemeinde Eberbach“ waren auch Nachbarinnen und Nachbarn sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Kirche gekommen.
In seinem ersten Gebet bat Priester Philipp Eiermann auch darum, ein Licht in Eberbach sein und zum Frieden beitragen zu können. „Kommet her“ – mit der Vertonung von Matthäus 28,11 bereitete der gemischte Chor den Predigtteil vor.
„Als er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg. Und er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:“
Matthäus 5,1-2, der Beginn der Bergpredigt, war Predigtgrundlage. Priester Eiermann beleuchtete die vollkommen authentische Art Jesu zu lehren. Indem Jesus die einst von Gott gegebenen Gebote neu beleuchte, verleihe er ihnen eine neue, tiefere Bedeutung, die auch heute noch ihre Gültigkeit habe. Er mache den Menschen bewusst, dass sie nicht perfekt sein können und der Gnade bedürfen. Mit der von ihm ermöglichten Sündenvergebung könne ein Näheverhältnis zu Gott geschaffen werden. Priester Eiermann mahnte „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet“ (Matthäus 7,1), ermutigte dazu, dem Nächsten zu vergeben und bestätigte, dass das was Jesus vor 2.000 Jahren gelehrt habe, immer noch aktuell sei.
Jesus Christus sei ein geduldiger Lehrer fürs Seelenheil, der immer und immer wieder etwas erkläre, beschrieb Priester Georg Hildebrand in seinem Predigtbeitrag.
Friedensstifter zu sein und damit die Spirale des Hasses zu unterbrechen, dazu forderte Priester Peter Dörsam auf.
Die Bergpredigt sei eine Bedienungsanleitung fürs Leben, fasste Priester Eiermann die Predigt zusammen und eröffnete den sakramentalen Teil des Gottesdienstes. „Wohl mir, dass ich Jesu habe“ (GB 350) bestätigte der gemischte Chor in seinem abschließenden Beitrag.
125 Jahre Gemeinde Eberbach
Nach dem Gottesdienst stellte Priester Eiermann die Vision der neuapostolischen Kirche vor: „Eine Kirche, in der sich Menschen wohlfühlen und – vom Heiligen Geist und der Liebe zu Gott erfüllt – ihr Leben nach dem Evangelium Jesu Christi ausrichten und sich so auf sein Wiederkommen und das ewige Leben vorbereiten“. Er ließ 125 Jahre Gemeinde Eberbach revuepassieren und streifte die Events des Jubiläumsjahres mit dem Tag der offenen Kirche und einem Festgottesdienst mit Apostel Martin Rheinberger im September als Höhepunkt. Anschließend lud er zum Umtrunk, kleinen Speisen und schönen Gesprächen ins Foyer und die Nebenräume.
Pfarrerin Anja Kaltenbacher nutzte die Gelegenheit, um sich für das schöne ökumenische Miteinander zu bedanken und überreichte im Namen der christlichen Kirchen Eberbachs einen Ficus Benjamini als Zeichen des Wachstums.