Zu den Klängen von „Macht hoch die Tür“ schritt Apostel Martin Rheinberger am Mittwochabend, 11. Dezember 2024 zum Altar der Kirche Buchen, in der sich die Gemeinden Buchen, Haßmersheim, Michelstadt und Mosbach versammelt hatten.
Gleich in seinem ersten Gebet dankte der Apostel auch für alle guten Gaben im Natürlichen, die nicht selbstverständlich seien. Er bat um Stärkung und Ausrichtung.
Den Liedvortrag des gemischten Chores „Ich glaube fest, dass alles anders wird“ (CB 332) kommentierte Apostel Rheinberger spontan: „Manchmal muss man sich vergegenwärtigen: was glaube ich eigentlich?“ und bestätigte gleich darauf „Wir glauben an Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist!“ Er verwies auf den Katechismus, wo auch der Glaube an die Heilige Wassertaufe, Heilige Versiegelung und Heiliges Abendmahl beschrieben wird, sowie der Glaube an den Plan Gottes, der von Anfang an feststand und der Glaube an das Apostelamt mit schwachen, unvollkommenen Menschen im Auftrag Jesu.
„Dein Reich ist ein ewiges Reich, und deine Herrschaft währet für und für. Der HERR ist getreu in all seinen Worten und gnädig in allen seinen Werken.“
Psalm 145,13 war Predigtgrundlage. Apostel Rheinberger beleuchtete die auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinenden Aussagen Jesu: „Denn sehet, das Reich Gottes ist mitten unter euch“ (aus Lukas 17,21) und „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Johannes 18,36). Gottes Reich sei mitten unter uns, wenn wir den Willen Gottes tun, und Gottes Reich komme, wenn er seinen Sohn sendet, erläuterte der Apostel. Gottes Reich sei etwas Besonderes, in dem alle Menschen Platz haben. Gott sei verlässlich und treu, stehe zu seinen Verheißungen und Versprechungen. Er liebe alle Menschen und ziehe diese Liebe nicht ab.
Apostel Rheinberger zitierte „Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen“ (aus Matthäus 5,5) und stellte fest: „Wenn wir das leben, sind wir eine anziehende Gemeinde“. Auch im Vaterunser-Gebet finde das kommende Reich Gottes Erwähnung, erklärte der Apostel am Beginn des sakramentalen Teils.
Danach dankte er Diakon Joachim Bareiß für seine stille, aber präsente ehrenamtliche Seelsorge, würdigte seinen authentisch gelebten Glauben und versetzte ihn krankheitshalber in den Ruhestand.
Mit zwei Versen aus „Der Mond ist aufgegangen“ (Matthias Claudius 1740 – 1815) verabschiedete der gemischte Chor der vier anwesenden Gemeinden die Gottesdienstteilnehmerinnen und -teilnehmer auf ihren Heimweg.