Der alljährliche ökumenische Dankeschön-Gottesdienst fand am Sonntag, 30. Juni 2024 wegen der ungünstigen Witterung anstatt im Neckarbischofsheimer Schlosspark in der evangelischen Kirche statt. Er wurde von Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen, katholischen und neuapostolischen Kirchengemeinden gestaltetet und vom ökumenischen Chor „Jubilate“ umrahmt.
Nach der Begrüßung schilderte Pfarrerin Stephanie Ultes, dass es den Menschen viel leichter falle, zu seufzen und zu klagen, als dankbar und fröhlich zu sein. Dem solle ein „Trotzdem“ entgegengesetzt werden: Trotzdem Gott zu danken und sich an seinen Gaben freuen.
Carola von Albedyll, katholische Gemeindereferentin beleuchtete, dass es gerade in Neckarbischofsheim in diesem Jahr viel Schweres gab und regte einen Moment der Stille an. Danach erinnerte sie an viele freudige Anlässe im Leben, wie Taufen, Hochzeiten, Jubiläen, bestandene Prüfungen oder Heilung von Krankheiten, was die Gemeinde mit dem Liedruf „Danket, danket dem Herrn“ beantwortete. Auch persönlicher Dank konnte von den Gottesdienstteilnehmenden ausgesprochen werden.
„Dennoch bleibe ich stets an dir…“ die Lesung von Psalm 73,23-28 trug Diakon Mathias Rudzio von der neuapostolischen Kirchengemeinde vor.
Nach einem gemeinsamen Lied schleppten die drei Liturgen Fischernetze mit schweren Steinen herbei. Auf die Frage, was denn Schweres im Netz sei, beschrieb Carola von Albedyll den Leistungsdruck, der auf ihr laste, Diakon Rudzio schleppte die Sorgen um die Entwicklung der Kirchengemeinden, während Pfarrerin Ultes schwer an der gesellschaftlichen Situation mit militärischen Konflikten, Flüchtlingsleid, Egoismus und Intoleranz trug. Bis die Lesung vom Fischzug des Petrus (Lukas 5,1-7) die Wendung brachte, als die Jünger auf Jesu Geheiß noch einmal auf den See hinausfuhren und eine so große Menge Fische fingen, dass ihre Netze zu reißen drohten. Die Gottesdienstteilnehmerinnen und -teilnehmer konnten auf vorbereitete Papierfischen schreiben, womit die persönlichen Netze und die der Kirchengemeinde gefüllt werden sollen – und plötzlich war das Lebensnetz viel leichter und weniger drückend.
Nach einem Lied, dem Fürbittgebet mit Priester Andreas Leis und dem gemeinsamen Vaterunsergebet bat Carola von Albedyll um die Kollekte und stellte das Giveaway in Form eines Schokoladenfisches vor, der daran an das „Trotzdem!“ erinnern solle, auch wenn es nicht leicht ist. Segen und Musik rundeten den ökumenischen Gottesdienst ab.