Zum Gottesdienst mit Apostel Martin Rheinberger hatten sich die Gemeinden Bammental, Neckarbischofsheim, Neckargemünd-Mückenloch und Neckarsteinach-Darsberg am Sonntag, 2. Juni 2024 in der Kirche Bammental versammelt. Drei Kinder erhielten das Sakrament der Heiligen Versiegelung.
Gleich in seinem ersten Gebet versicherte Apostel Rheinberger, an Gottes große Liebe und deren Durchsetzungsvermögen zu glauben. „Ehre, Ehre sei Gott in der Höhe!“ aus der Deutschen Messe von Franz Schubert (1797 – 1828) war der fulminante Einstieg des gemischten Chores. Der Apostel sprach Jesu Hoheitstitel „Kyrios“ an und bezeichnete ihn als Maßstab allen Tun und Handeln. Gleichzeitig verwies er auf den vierten Glaubensartikel „Ich glaube, dass der Herr Jesus seine Kirche regiert und dazu seine Apostel gesandt hat und noch sendet bis zu seinem Wiederkommen mit dem Auftrag, zu lehren, in seinem Namen Sünden zu vergeben und mit Wasser und Heiligem Geist zu taufen.“
„Sprich er zum zweiten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe!“
Johannes 21,16 war Predigtgrundlage. „War es eine rhetorische Frage von Jesu oder wusste er es nicht?“ beleuchtete Apostel Rheinberger die biblische Situation, stellte dann aber fest, dass Jesus einen Zusammenhang herstellen wollte. Die Liebe zu Christus sei Voraussetzung für alle Tätigkeiten in der Kirche sowie für die Liebe zum Nächsten. Liebe sei frei von Angst und Berechnung. Zur Vergebung der Sünden brauche es Umkehr.
Als weiteren Petrusdienst erwähnte Apostel Rheinberger „…stärke deine Brüder“ (Lukas 22, aus32). Es gelte nicht, im Wettbewerb zu stehen, sondern ohne Berechnung dienen und ein Segen sein zu wollen.
Gottes Liebe ermögliche, sich selbst zu lieben, wie Gott einem erschaffen habe und damit auch den Nächsten lieben zu können, was auch Verzicht bedeuten könne, ergänzte Priester Mathias Gramlich, stellvertretender Bezirksvorsteher in seinem Predigtbeitrag.
Versiegelung
„Gott ist die Liebe“ (CB 326) sang der gemischte Chor einfühlsam, als die Eltern mit ihren Kindern im sakramentalen Teil des Gottesdienstes an den Altar kamen. „Muss man Liebe lernen?“ fragte der Apostel die mit dem Kopf schüttelten Eltern. Er appellierte an den Glauben der Eltern, spendete den Kindern das Sakrament der Heiligen Versiegelung und segnete sie.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls, Schlussgebet und Segen integrierten sich auch die Kinder im gemischten Chor für einen letzten musikalischen Beitrag, während es draußen schon leicht nach Kaffee duftete und viele noch auf ein Stück Hefezopf blieben - auch Apostel Rheinberger.