Rund 50 Kinder aus dem gesamten Kirchenbezirk erlebten am Sonntag, 28. April 2024 einen erlebnisreichen Kindersonntag in der Kirche Heidelberg-Wieblingen mit Gottesdienst, viel Musik, leckerer Verpflegung und viel Spaß.
Bereits um 10:00 Uhr probten mehr als 30 Kinder die schwungvollen Lieder, die den Gottesdienst umrahmen sollten. Nach einer ausgedehnten Brezel-Muffin-Trink-Toiletten-Pause begann um 11:00 Uhr der Kindergottesdienst.
Kindergottesdienst
„Kum ba yah, my Lord, kum ba yah!“ schmetterten die Kinder am Beginn des Gottesdienstes mit Priester Manuel Mauritz. Er dankte in seinem ersten Gebet, erinnerte an die Sorgen der Kinder und bat Gott um einen schönen Tag. Amalia las die Predigtgrundlage „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“ (Matthäus 7,7) und die Kinder im Kinderchor antworteten überzeugt mit „Beten hilft“ (Dirk Pfau).
Mit Hilfe des Ansteckmikrofons begab sich Priester Mauritz in die Nähe der Kinder und fragte nach dem Jahresmotto 2024 von Stammapostel Jean-Luc Schneider. Lara wusste die Antwort: „Beten wirkt!“. „Warum beten wir?“ fragte Priester Mauritz in die Runde. „Danken für das, was gut war“, „Sich mit Gott verbinden“ und „um etwas bitten“ waren einige der vielfältigen Antworten.
Dass Beten eine Kraftquelle sein kann, veranschaulichten Emily und Lisa in ihrem Sketch. Lisa fühlte sich kraftlos und niedergeschlagen, stärkte sich mit einem Müsliriegel, fühlte sich aber immer noch kraftlos, bis Emily ihr zusicherte „ich bete für dich“. Das munterte Lisa so sehr auf, dass beide sich an den Händen fassten und sich zuriefen „Komm, wir beten gemeinsam!“, was Priester Mauritz mit „Nutellabrot hilft nicht bei Sorgen!“ kommentierte.
Priester Mauritz beschrieb, wie Jesus sich zum Gebet Zeit nahm und sich dazu in die Wüste oder auf einen Berg zurückzog. Er mahnte aber auch Geduld an, wenn sich etwas nicht sofort erfülle und erinnerte dabei an die Pflanzung eines Mangobaumes, der Jahre benötige bis er Früchte trage.
„Von allen Seiten umgibst du mich“ (Dirk Pfau) bestätigten die Kinder und Diakon Steffen Merkel interessierte sich in seinem Predigtbeitrag, wofür man beten könne: für gutes Wetter, für den kranken Opa, bei Konflikten. Bei der Frage, wofür gedankt werden könne, sprudelten die Kinder nur so: fürs Haus, das Bett, für Essen und Trinken, für die Welt, die Tiere, die Eltern uvm.
„Hast du heute schon danke gesagt“ (Margret Birkenfeld) war die treffende Antwort des Kinderchores. „Daumen runter gibt es beim lieben Gott nicht“ erklärte Priester Mauritz in der Vorbereitung des sakramentalen Teils des Gottesdienstes. Während der Feier des Heiligen Abendmahl schmetterten die Kinder voller Überzeugung „Laudato si“ (Franz von Assisi)
Nachmittagsprogramm
Körbchen mit kleinen „Kraftpaketen“ als Giveaway standen am Ausgang des Kirchenschiffs bereit, als die Kinder nach draußen strömten. Die Hotdog-Station war bereits eröffnet und langsam schaute auch die Sonne hervor.
Ab 13:00 Uhr stand „Basteln & Spiele“ auf dem Programm. Unter einem schützenden Pavillondach konnten Muttertagsblumenkörbchen gebastelt werden und um die Kirche herum waren sieben Stationen einer Kinderolympiade aufgebaut. Bei strahlendem Sonnenschein hatten die Kinder viel Spaß beim Weitsprung, Seil- und Sackhüpfen, Säckchen- und Dosenwerfen, an der Zielscheibe und dem Shuffleboard.
Gegen 15:00 Uhr hatte drinnen die Waffelbäckerei geöffnet und draußen erschien Manuel Mauritz mit einem Arm voller Medaillen und rief zur Siegerehrung. In drei Altersklassen kamen jeweils die ersten Drei mit der höchsten Gesamtpunktzahl aufs Treppchen und erhielten eine Medaille und anerkennenden Applaus.
Gestärkt mit einem großen Kuchenstück machten sich die Kinder zufrieden auf den Heimweg und die Sonne verzog sich wieder hinter dunklen Wolken.