Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gruppe 60+ aktiv aus dem gesamten Kirchenbezirk erkundeten am Donnerstag, 18. April 2024 die Geschichte der Stadt Ladenburg.
Wetterfest gekleidet und vorsorglich mit Regenschirmen ausgestattet versammelte sich die interessierte Schar nach individueller Anreise am weithin sichtbaren Wasserturm am Rande der Ladenburger Festwiese. Eine Gästeführerin und ein Gästeführer leiteten je eine Gruppe sachkundig durch die historische Stadt.
Eine der Stationen war das Römerkastell. 74 n. Chr. errichteten römische Soldaten ein Holzkastell. Im folgenden Jahrhundert entstand hier die Stadt „Lopodunum“ mit Stadtmauer, Forum, Thermen, Tempeln und repräsentativen Plätzen. Um 500 n. Chr. übernahmen die Franken die Herrschaft in „Lobdenburg“ und das Christentum hielt Einzug. 1006 n. Chr. wurde die Krypta der St. Galluskirche geweiht – damals noch außerhalb der Stadtmauer – und um 1200 mit dem Bau der majestätischen St. Galluskirche begonnen. Der Bischofshof und Lustgarten zeugen heute noch davon, dass Ladenburg Sommerresidenz der Bischöfe von Worms war.
Nachdem sich die Sonne nicht durchsetzen konnte und der einsetzende Regen immer stärker wurde, war es Zeit für die gemütliche Einkehr im historischen Gasthaus Ochsen. Bei deftiger deutscher Küche und schönen Gesprächen verging die Zeit wie im Flug. Auch Carl Benz (1844 – 1929), der Erfinder des ersten Automobils war hier gerne zu Gast. Seine Villa mit Garage, in der an den ersten Fahrzeugen gebaut wurde, war natürlich ebenfalls eine Station der umfassenden Führung.