So lautet der tägliche Programmpunkt um 17:00 Uhr im MöglichkeitsGarten Kirche im Spinelli-Park der Bundesgartenschau Mannheim (BUGA 23). Am Dienstag, 9. Mai 2023 gestalteten Mitglieder der Gemeinde Heidelberg-Werderstraße die musikalische Kurzandacht.
Unter dem Motto „Kirche auf der BUGA 23 – Hier wachsen Perspektiven“ hatte ein ökumenisches Team den MöglichkeitsGarten Kirche entworfen. Mit viel Liebe zum Detail, zur Symbolik und zur Bewahrung der Ressourcen der Schöpfung entstand auf 700 qm ein Treffpunkt mit dem Grundriss einer Kathedrale: der 8 m hohe, mit Holzstämmen angedeutete Turm beherbergt den Altarraum, recycelte Stühle beschützt von einem Flatterdach markieren das Kirchenschiff, ein Bachlauf trennt den mit alten Kirchenbänken gesäumten Kreuzgang.
Pünktlich um 16:59 Uhr durften Clara und Lydia eine Minute lang die historische Kirchenglocke erklingen lassen. Weil sie wahrscheinlich zu klein war, entkam die 1755 gegossene Glocke der Mannheimer Jesuitenkirche den Einschmelzungen während des Zweiten Weltkriegs und war seit rund 50 Jahren in der Kreuzkapelle aufbewahrt worden.
Bezirksevangelist Rainer Lang begrüßte die zahlreichen Zuhörer, die sich erwartungsfroh trotz der aufziehenden schwarzen Wolken im MöglichkeitsGarten Kirche eingefunden hatten. Vorsichtshalber stand ein großer Eimer mit Regenschirmen bereit.
„Schalom chaverim“ – der Kanon aus Israel eröffnete den Liederreigen, gefolgt von „Bewahre uns Gott“, dem Taizé-Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“ und endete mit „Lobe den Herrn, meine Seele, und seinen heiligen Namen“ – alles Lieder, die in vielen christlichen Kirchen gleichermaßen erklingen.
Das Lied „Lobe den Herrn, meine Seele, und seinen heiligen Namen“ sei eine Geheimwaffe gegen schlechte Laune, bekannte Bezirksevangelist Lang in seinen Schlussworten. Man könne es überall – auch im Auto – vor sich hin summen und schon helle sich die Stimmung auf. In seinem Schlussgebet dankte er für Schöpfung, Engelschutz und Bewahrung und trat herzlich für alle Menschen ein – besonders für verfolgte Christen. Mit dem Paulinischen Segen endete die besinnliche Andacht. Trotz mehr als 60% angekündigter Regenwahrscheinlichkeit waren nur vereinzelt ein paar Tröpfchen gefallen.