Die Moderatorinnen und Moderatoren der Trauergesprächskreise des Apostelbereichs Karlsruhe trafen sich am 22. März 2019 zur Frühjahrsbesprechung. Angelika Brenner-Pesser hatte in ihre Wohnräume nach Wiesloch-Frauenweiler eingeladen.
Bereits beim Get-together auf der sonnigen Terrasse nutzten die neun Moderatorinnen und Moderatoren die Gelegenheit zum regen Erfahrungsaustausch, denn jeder der drei Trauergesprächskreise erhält durch die jeweiligen Teilnehmer eine eigene Dynamik. Regelmäßige begleitete Trauergesprächskreise finden derzeit in den Kirchen Calw-Holzbronn, Pfinztal-Söllingen und Schwetzingen statt.
Zur Freude aller Anwesenden war auch Ingrid Nüssle gekommen. Sie ist Mitglied im Bundesverband Trauerbegleitung e. V. und koordiniert zusammen mit Britta Schwarz die Trauergesprächskreise der gesamten Gebietskirche Süddeutschland. Durch zahlreiche Qualifikationen und ständige Weiterbildung ist sie befähigt, ehrenamtlich tätige Moderatoren für die Trauergesprächskreise zu schulen. Das spezielle Angebot für Trauernde sei ein Herzensanliegen von Bezirksapostel Michael Ehrich, erläuterte Ingrid Nüssle. Es sei der Wunsch des Bezirksapostel, dass der zuständige Seelsorger ca. sechs bis acht Wochen nach einem Todesfall die Trauerfamilie erneut aufsuche und anhand des Flyers die Möglichkeit zum Besuch eines Trauergesprächskreises anbiete. Wichtig sei bei individueller Begleitung, mit großer Empathie die jeweilige Situation des Trauernden zu erkennen.
Den Einwand aus der Runde, dass ganz in der Stille Trauernde durch den Begriff „Trauergesprächskreis“ abgeschreckt werden könnten in der Meinung, reden zu müssen, nahmen Sabine Sandkühler und Ingrid Nüssle auf. Einig waren sich alle, dass der Trauergesprächskreis ein geschützter Bereich darstellt, in dem sich jeder öffnen kann ohne, dass Informationen nach draußen sickern. Die Moderatorinnen und Moderatoren der Trauergesprächskreise unterliegen vollumfänglich der Schweigepflicht. Das nächste Treffen in diesem Kreis ist für Oktober 2019 angedacht.
Dass ein Trauergesprächskreis auch Hilfe anbieten will, wieder aktiv am Leben teilnehmen zu können, das bewies Angelika Brenner-Pesser anschaulich. Sie umsorgte aufmerksam und liebevoll ihre Gäste, dass alle gut gestärkt den teilweise weiten Heimweg antreten konnten.