Ein Instrumentalensemble untermalte den Einzug der Braut an der Seite ihres Vaters am Samstag, 5. September 2026. Mit dem Bräutigam warteten zahlreiche Hochzeitsgäste aus Nah und Fern sowie viele Jugendliche aus dem Kirchenbezirk in der Kirche Bammental.
Nach dem Gemeindegesang „Ich singe dir mit Herz und Mund“ (GB 258) betete Priester Udo Greef, Vorsteher der Gemeinde Kastellaun, Heimatgemeinde der Braut, sichtlich bewegt um den Segen für das Brautpaar.
„Geben ist seliger als nehmen.“
Priester Greef hatte den letzten Teil aus Apostelgeschichte 20,35 als Trauspruch für das Brautpaar sowie als Predigtgrundlage gewählt. Er sprach davon, dass man die Zusammengehörigkeit eines Paares daran erkenne, wenn sie sich – wie das Hochzeitspaar – an den Händen halten. Er wies darauf hin, dass man mit Gott genauso verbunden sein könne, wenn die unsichtbare, von ihm gereichte Hand ergriffen werde. Gott gebe seine Treue und Liebe – und sogar seinen Sohn. Werde alles angenommen, könne es weitergegeben und mit Liebe ans Werk gegangen werden.
Der Segen zur Hochzeit beinhalte auch, den Partner mit Kraft versehen und aufbauen zu können, wenn es erforderlich werde, ihm dabei zu helfen, das Ziel zu erreichen, wenn er müde werde. Liebe sei keine Berechnung und erwarte keine Gegenleistung. Gott habe Liebe im Überfluss und gebe sie, damit jeder genug Vorrat habe, um sie weitergeben zu können. Vorrausetzung sei eine gute Beziehung zu ihm. Man könne 24/7 die Hände falten, um mit ihm in Verbindung zu treten, weil er immer Zeit für jeden einzelnen habe.
„Seliger“ könne auch mit „glücklicher“, „friedevoller“ gleichgesetzt werden, betrachtete Priester Niclas Dörsam, Vorsteher der Gemeinde Bammental in seinem Predigtbeitrag das Bibelwort. In der Verbindung zueinander könne dem Partner geholfen werden, „seliger“ zu werden. Wenn sich das Brautpaar an den Händen halte und die drei Hände von Gott Vater, Sohn und Heiligem Geist dazu kämen und miteinander verschlungen seien, seien sie bestens versorgt.
„Lord the light of Your love“ (Graham Kendrick *1950) trug ein Sextett mit Klavierbegleitung vor, bevor das Brautpaar an den Altar trat und Priester Greef die beiden zu einem persönlichen Termin beim lieben Gott begrüßte. Nach persönlichen Worten bat er sie um ihr „Ja“ zu einander und segnete sie.
Nach Gebet und Schlusssegen bündelte das gemeinsam gesungene, von Orgel und Pauken begleitete „Lobe den Herren“ (GB 261) die Emotionen der ganzen Festgemeinde. Mit Klaviermusik und dem Fangesang des Jugendchores zog das Brautpaar aus.