Anmutige Celloklänge mit Klavierbegleitung erfüllten die Kirche Wiesloch am Mittwoch, 20. August 2025, als Gottesdienstbesucherinnen und -besucher der Gemeinden Bammental, Neckarsteinach-Darsberg und Wiesloch eintrafen. Im Abendgottesdienst spendete Apostel Martin Rheinberger zwei Kindern das Sakrament der Heiligen Versiegelung.
Dass Gott in seinem Heiligen Geist inmitten der Gemeinde wirke, darum bat Apostel Martin Rheinberger in seinem ersten Gebet und ließ sich vom Lied des gemischten Chores inspirieren. Der Apostel erinnerte im Gleichnis der zehn Jungfrauen an die fünf Jungfrauen, die bereit waren, als das Lied „Ich, der Herr von Erd‘ und All“ (CB 388) mit dem Refrain „Ich bin hier, Herr“ verklungen war. Er appellierte daran, miteinander dafür zu sorgen, dass alle bei der Wiederkunft Jesu dabei sein können.
„Da sprach Abram zu Lot: Es soll kein Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Brüder.“
1. Mose 13,8 war Predigtgrundlage. Apostel Rheinberger schilderte, wie Abraham Lot die Wahl der Weidegründe überließ ohne von seinem Vorrecht als Familienoberhaupt Gebrauch zu machen. Um des Friedens willen habe er auf seinen Vorteil verzichtet in der Gewissheit, dass Gott mit ihm sei – auch im steinigen Gelände. Am Beispiel der Brüder Kain und Abel verdeutlichte der Apostel, wie Neid Unfrieden nach sich ziehe. Er beleuchtete den sinnlosen Streit der Jünger, wer der Größte unter ihnen sei und stellte fest, dass durch die Taufe auf Jesus Christus, alle zu Brüdern und Schwestern geworden seien. Die Fußwaschung durch Jesus nannte der Apostel als Vorbild zum gegenseitigen Dienen und riet, mit Vergebungsbereitschaft Streit zu überwinden – dem Bösen das Gute entgegenzusetzen.
Bischof Jörg Vester unterstrich in seinem Predigtbeitrag die Wichtigkeit Frieden zu halten und forderte dazu auf, sich dazu etwas sagen zu lassen.
Sakramente
Apostel Rheinberger beschrieb wie Jesus seinen Auferstehungsfrieden den verzagten Jüngern übermittelte, als sie sich nach seinem Tod in Jerusalem eingeschlossen hatten und leitete damit zum sakramentalen Teil des Gottesdienstes über. Nach Vaterunser-Gebet und Sündenvergebung spendete der Apostel zwei kleinen Kindern das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Danach feierte er mit der ganzen Gemeinde Heiliges Abendmahl.
Für die Gewissheit, dass Gott da ist, wenn es steinig wird, dankte Apostel Rheinberger im letzten Gebet und beendete den Gottesdienst mit dem paulinischen Segen.