„Ich brauch dich allezeit“ (GB 199) – das von der ganzen Gemeinde gemeinsam gesungene Lied eröffnete den Abendgottesdienst am Mittwoch, 11. Februar 2026 in der Kirche Buchen, in dem auch dem im Alter von 97 Jahren verstorbenen Priester i. R. Leo Pfeiffer, früherer Vorsteher der Gemeinde, gedacht wurde.
Lobpreis und Dankbarkeit für Gottes große Gnade stellte Evangelist Gunther Hirsch in den Mittelpunkt seines ersten Gebetes.
„Deine Gnade soll mein Trost sein, wie du deinem Knecht zugesagt hast.“
Psalm 119,76 war Predigtgrundlage. „Alle Menschen sind trostbedürftig“ erklärte Evangelist Hirsch und beschrieb Situationen, in denen Menschen Trost benötigen. Er verglich menschlichen Trost mit göttlichem Trost. Der Heilige Geist, der Tröster, erinnere an das, was Jesus vollbracht habe. Gott sei ein Gott der Liebe, der jeden kenne und von allen Seiten umgebe.
„Oh, lieber Gott“ habe Priester i. R. Leo Pfeiffer oft gesagt, berichtete Diakonin Adelheid Hirsch in ihrem Predigtbeitrag von den letzten Besuchen bei ihm, was von einer tiefen Verbindung und Vertrauen zu Gott zeuge. Sie riet, Jesus mit ins Leben zu nehmen.
Lebensstationen
Im Lebenslauf des Verstorbenen blickte Evangelist Hirsch auf beinahe ein ganzes Jahrhundert zurück. Geboren am 15. August 1928 in Limbach, musste Leo Pfeiffer noch grausame Kriegserfahrungen machen, bevor er seine Ausbildung als Steinmetz begann und 1952 eine Familie gründete. 1958 bekannte er sich zum neuapostolischen Glauben in der Gemeinde Mosbach und ab Gemeindegründung 1968 in der Gemeinde Buchen, deren erster Vorsteher er von ab 1970 bis zu seiner Ruhesetzung 1994 war. Evangelist Hirsch würdigte ihn als Vorsteher und Seelsorger mit Begeisterungsfähigkeit und nahm die Aussegnung vor.
Nach einem gemeinsamen Lied leitete Evangelist Hirsch zum sakramentalen Teil des Gottesdienstes mit Feier des Heiligen Abendmahls über. Mit Gebet und Segen endete der besondere Gottesdienst.