Zu einer Friedensandacht im Rahmen der ökumenischen Friedensdekade versammelten sich Eberbacher Christen am Montagabend, 18. November 2024 in der Kirche Eberbach.
Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Erzähl mir vom Frieden“ und nahm Bezug auf das Bibelwort Markus 10,45 „Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.“
Nach einer herzlichen Begrüßung durch Priester Philipp Eiermann, Vorsteher der Gemeinde Eberbach und einem Gebet eröffnete der gemischte Chor der Gemeinde Eberbach mit Klavierbegleitung die Andacht mit „O Herr, gib Frieden“ (Dmitri Bortnjanski 1751 – 1825). Die Melodie und die Botschaft stimmten auf das zentrale Thema ein: Frieden – den inneren und auch den äußeren.
In der Lesung von Markus 10,35-45 wurde beschrieben, wie die beiden Jünger Jakobus und Johannes bei Jesus um Ehrenplätze bitten und damit einen Streit unter den übrigen Jüngern auslösen. Jesus reagierte mit einer Lektion über wahre Größe, die nicht in Macht oder Rangordnung liegt, sondern im Dienen.
Frieden durch Dienen
Der Impuls der Andacht machte die Botschaft für das tägliche Leben greifbar und mit einem Zitat von Stammapostel Jean-Luc Schneider vertieft: Dienen sei mit der Tätigkeit eines Dieners bei Tisch mit seinem selbstlosen Einsatz für das Wohlergehen anderer vergleichbar. Diese Haltung sei Schlüssel, um Frieden in der Welt zu schaffen: „Jesus zeigt uns, wie Gott wirklich ist – voller Liebe, voller Gnade und niemals weit entfernt, sondern nah bei jedem einzelnen.“ Frieden beginne im Kleinen, in der eigenen Umgebung und im Gemeindeleben, wo Menschen durch Respekt und Hingabe füreinander Gottes Liebe erfahrbar machen.
Frieden voller Hoffnung und Zuversicht
Mit der Vertonung von Johannes 14,27 „Meinen Frieden gebe ich euch“ verbreitete der gemischte Chor Hoffnung und Zuversicht. Mit dem gemeinsamen Vaterunsergebet vereinten sich alle Anwesenden im Gebet um Frieden. Der Schlusssegen schuf einen feierlichen Ausklang.
„Mögen sich die Wege“ – das irische Segenslied verabschiedete die nachdenklich gewordenen Besucherinnen und Besucher mit der Erkenntnis, dass Frieden kein ferner Traum, sondern Aufgabe ist, die in der Nähe beginnt – in Familie, Gemeinde und jedem persönlichen Miteinander.