Mit einem herzlichen Willkommen an alle Gottesdienstbesucherinnen und -besucher aus nah und fern eröffnete Priester Philipp Eiermann den Gottesdienst am Sonntag, 23. Juni 2024 in der Kirche Eberbach, in dem auch der Segen zur diamantenen Hochzeit gespendet wurde.
„Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzet“ – mit der Vertonung des 91. Psalms leitete der gemischte Chor den Predigtteil ein.
„Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst“
2. Mose 20,8 war Predigtgrundlage. Priester Eiermann erläuterte, dass Gott die Gebote gegeben habe, damit Menschen gut miteinander auskämen. Nach dem ersten Gebot am vergangenen Sonntag sei nun das dritte Gebot Predigtthema. Am siebten Tag habe Gott geruht, nicht weil er eine Pause gebraucht habe, sondern weil er alles besah. Gott habe den Sabbattag gegeben, um Gottesdienst feiern zu können. Die Bedeutung des Sabbats im Alten Testament sei im Neuen Testament auf den Sonntag übergegangen, weil die Auferstehung Jesu an einem Sonntag stattgefunden habe. Als Jesus am Sabbat predigte, einen Kranken heilte und dafür Kritik erhielt, entgegnete er: „Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.“ (Markus 2,27) Der Glaube solle nicht im stillen Kämmerlein gelebt, sondern in der Gemeinde praktiziert werden. Jeder gestalte den Gottesdienst mit und stärke sich gegenseitig. Im Gottesdienst könnten alle Sorgen eine Stunde beiseitegelegt werden und die Sünden seien danach vergeben.
An das Diamantpaar gerichtet, betonte Priester Henry Belz in seinem Predigtbeitrag, dass die Gebote immer gelebt worden seien und der göttliche Segen kein Rinnsal, sondern ein Wasserfall sei, unter den man sich stellen könne.
Tiefgang im Glauben lasse das Schiff ruhiger werden, verglich Priester Georg Hildebrand, und wenn Jesus Christus der Kapitän sei, sei die Freude auf das Ziel riesengroß.
Segen zur diamantenen Hochzeit
In seinen persönlichen Worten an das Diamantpaar blickte Priester Eiermann auf 60 gemeinsame Ehejahre zurück, davon 29 Jahre in der Gemeinde Eberbach. Volker Niklas habe direkt den Konfirmandenunterricht übernommen, während Bärbel Niklas in all den Jahren die gelebte Ökumene gewesen sei und zahlreiche Kontakte geknüpft habe. Nach einem innigen Gebet segnete er das Paar erneut.
„Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebnen“ – das irische Segenslied war musikalischer Schlusspunkt des Gottesdienstes, bevor der Diamantbräutigam für die herzliche Aufnahme in der Gemeinde dankte und alle zum Umtrunk einlud.