Apostel Martin Rheinberger feierte am Sonntag, 11. Januar 2026 Gottesdienst mit dem gesamten Kirchenbezirk. Er spendete vier Kindern das Sakrament der Heiligen Versiegelung und ordinierte einen Diakon. In der Kirche Heidelberg-Werderstraße hatten sich Gottesdienstbesucherinnen und -besucher aus zehn Gemeinden versammelt. Weitere sieben Gemeinden nahmen in ihren Kirchen per IPTV-Übertragung teil.
„Nun danket alle Gott“ (GB 256) - der gemeinsam gesungene Choral eröffnete den Gottesdienst. Apostel Rheinberger dankte Gott in seinem ersten Gebet für alles in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bereitete. Mit „So nimm denn meine Hände“ (GB 194) stellte der gemischte Chor inniges Vertrauen in Gott an den Beginn des Predigtteils, was der Apostel sogleich für die zahlreichen, in der ersten Reihe sitzenden Kinder erläuterte. Er stellte auch klar, dass das Jahresmotto der Neuapostolischen Kirche International „Fürchte dich nicht, glaube nur!“ (Markus 5,36) kein Zauberspruch sei, sondern Hilfsmittel, damit Angst und Furcht nicht das Leben bestimmten.
„Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“
Offenbarung 21,3-4 war Predigtgrundlage. Apostel Rheinberger stellte den Begriff „Hütte“ nach heutigem Sprachverständnis als Wohnung Gottes in Frage, klärte aber gleichzeitig auf, dass im Alten Testament das Heiligtum Gottes in einem Zelt inmitten des Volkes aufbewahrt und präsent war. Gott sei immer anwesend, ob es die Hausgemeinschaften der ersten Christen gewesen seien, eine riesengroße Kirche oder eine kleine Gemeinde. Gott ändere sich auch nicht in seiner Barmherzigkeit, stellte der Apostel fest und ermunterte zur Vergebungsbereitschaft.
„Seid ihr schon mal auf einen Baum geklettert oder auf einen hohen Berg gestiegen?“ wandte sich Bezirksevangelist Ralf Kneisel in seinem Predigtbeitrag ebenfalls an die Kinder. Von oben könne man weitersehen, alles sehe klein und anders aus. Das sei die Perspektive Gottes, der immer da ist, immer bleiben wird und neue Hoffnung und Freude schenke.
Sakramente und Ordination
„Ins Wasser fällt ein Stein“ (JLB 96) sangen die Kinder im sakramentalen Teil für die vier kleinen Kinder, denen der Apostel das Sakrament der Heiligen Versiegelung spendete. Nach der Feier des Heiligen Abendmals mit der ganzen Gemeinde ordinierte Apostel Rheinberger einen Diakon für die Gemeinde Heidelberg-Werderstraße und beendete den Gottesdienst mit Gebet und Segen.
„Lobe den Herren“ von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) mit Pauken- und Orgelbegleitung bildete das musikalische i-Tüpfelchen des feierlichen Gottesdienstes.