„Großer Gott, wir loben dich“ – dieser Choral eröffnete den Gottesdienst am Sonntag, 11. Februar 2024 in der Kirche Michelstadt, zu dem auch Vertreterinnen und Vertreter der Diakonie Odenwald gekommen waren. Im Anschluss fand eine Spendenübergabe von human aktiv an die „Allgemeine Lebensberatung“ der Diakonie Odenwald statt.
„Halleluja! Lobet Gott in seinem Heiligtum, lobet ihn in der Feste seiner Macht! Lobet ihn für seine Taten, lobet ihn in seiner großen Herrlichkeit!“ Psalm 150,1-2 war Predigtgrundlage. Priester Michael Krause erklärte, dass der 150. Psalm der letzte der Psalmen und mit „Das große Halleluja“ überschrieben sei. „Halleluja“ animiere zum Einstimmen, stellte er fest und betonte, dass Lob und Preis die Größe und Allmacht Gottes beschrieben und nicht mit Dank gleichzusetzen seien. Er analysierte nach „wen?“, „wo?“, „wie?“ und „wer?“ und entnahm die Antworten dazu den nachfolgenden Versen des Psalms: „Alles, was Odem hat, lobe den HERRN!“ (Psalm 150,6). Gott mit den verschiedenen Instrumenten zu loben, die in Vers 3-5 beschrieben sind, stehe dafür, dass jeder mit seinen persönlichen, von Gott gegebenen Gaben etwas zu Gottes Lob und Ehre realisieren könne. Gott zu loben und preisen, bedeute, ihn an erste Stelle zu setzen und damit ein Näheverhältnis zum ihm aufzubauen.
Gott sei nicht auf Lob und Preis angewiesen, während der Lobende sich mit der Größe und Allmacht Gottes beschäftige und dadurch Freude erlange, stellte der Diakon in seinem Predigtbeitrag fest.
Lob und Preis bewirke keine Qualifikation, aber aus ganzem Herzen kommend bewirke Lob und Preis ewige Dankbarkeit, setzte Priester Henry Belz die Ausführungen fort.
Der gemischte Chor setzte mit „Ich danke dir Gott“ (CB 261) den musikalischen Schlusspunkt des Gottesdienstes nach sakramentalem Teil, Gebet und Segen.
Allgemeine Lebensberatung der Diakonie Odenwald
Nun stellte Helga Jäger, Projektleiterin in der Diakonie Odenwald anschaulich die „Allgemeine Lebensberatung“ vor, die sich nur aus Spenden refinanziert und ein niedrigschwelliges Angebot für Menschen in psychosozialen oder wirtschaftlichen Notlagen darstellt. Jeder könne mit jedem Problem kommen. Zuerst gelte es zu klären, wie konkrete Hilfe erfolgen könne. Großer Unterstützungsbedarf bestehe beim Schreiben und Versenden von Bewerbungen, Beratung bei Behinderungen oder Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen, sowie in finanziellen Notlagen. Ein weiteres großes Thema sei Obdachlosigkeit, Wohnungsnot im Odenwald oder die Folgen einer Scheidung. Ziel sei, den Menschen Vertrauen ins Leben zurück zu schenken.
Spende von human aktiv
Priester Krause würdigte das integrative Engagement der Diakonie Odenwald und überreichte den symbolischen Spendenscheck über 2.000 Euro von human aktiv, dem Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland an Helga Jäger, Bärbel Simon, Leiterin der Diakonie Odenwald und Aristide Sambou von der Fachstelle für Migration und interkulturelle Beratung an der Diakonie Odenwald.
Bei Kaffee, Sekt, Kräppel, Kuchen und Häppchen in den unteren Räumen konnte noch manch interessantes Gespräch geführt und Erinnerungen ans 125jährige Gemeindejubiläum im vergangenen Jahr geteilt werden.