Das Motto des Weltkindertages am Sonntag, 20. September 2026 begrüßte die Kinder aus zahlreichen Gemeinden, die mit ihrer Begleitung in der Kirche Eberbach eintrafen, um zusammen mit der Gemeinde Eberbach Familiengottesdienst zu feiern.
Der gemeinsam gesungene Choral „Hier ist Jesus“ (GB 138) eröffnete den Gottesdienst.
„Herr, lehre uns beten“
Predigtgrundlage war ein kleiner Teil aus Lukas 11,1. Priester Michael Krause, Vorsteher der Gemeinde Michelstadt gestand seine Aufregung bezüglich des für ihn ungewohnten Gottesdienstformates, erklärte aber gleich, dass die Bitte „Herr, lehre uns beten“ für jedes Alter Bedeutung habe. Parallel griff er das Motto „Starke Kinder – starke Zukunft“ des an diesem Sonntag weltweit stattfindenden Weltkindertag auf und fragte die Kinder, was sie stark mache. „Gemeinschaft“, „Beten“, „Helfen“ oder „Verbindung zu Gott“ waren die vielfältigen Antworten.
Die Jünger hatten gesehen, wie Jesus betet und danach den Wunsch geäußert, dass Jesus sie beten lehre, schilderte Priester Krause den biblischen Kontext und stellte gleichzeitig fest, dass keiner falsch beten könne, sofern es von Herzen komme. Durch die Ansprache „Lieber Vater“ entstehe eine Nähe, die Gott erwidere, weil er immer an der Seite jedes einzelnen sei. Alles, was im Herzen sei, könne Gott gesagt werden, versicherte er und fragte, was die Kinder im Herzen haben: „Liebe“, „Mut“, „Freude“ und „Dankbarkeit“ lauteten die Antworten. Ein Gebet sei die kürzeste Verbindung zu Gott – ganz ohne W-Lan. Gott sei nur ein Gebet weit entfernt, ihm könne alles gesagt werden, auch das, was belaste und bedrücke. Das mache stark im Alltag, wobei Stärke auch sein könne, jemanden um Hilfe zu bitten.
Jesus sei der beste Lehrer, der schon immer alles richtig gemacht habe, erklärte Priester Philipp Eiermann in seinem Predigtbeitrag. Gott und die Gemeinschaft in der Gemeinde machen einen stark – ganz ohne Hanteltraining.
Vor dem sakramentalen Teil des Gottesdienstes kündigte Priester Krause das Gebet an, das Jesus selbst gelehrt habe, lud dazu ein, es gemeinsam zu beten und nach Sündenvergebung gemeinsam Heiliges Abendmahl zu feiern.
„Nun danket alle Gott“ (GB 256) war der gemeinsame musikalische Schlusspunkt.
Im Foyer standen Snacks und Getränke bereit bevor die Kinder das Weltkindertagsplakat verschönerten, malten und gemeinsam spielten.