Ein Instrumentalensemble musizierte am Sonntagvormittag, 20. September 2026 in der Kirche Heidelberg-Werderstraße, während Gottesdienstbesucherinnen und -besucher aus den Gemeinden Heidelberg-Rohrbach, Heidelberg-Werderstraße, Heidelberg-Wieblingen, Schriesheim und Wilhelmsfeld eintrafen. Bischof Jörg Vester feierte den Gottesdienst, in dem er auch zwei Geistliche in den Ruhestand verabschiedete.
Bischof Vester dankte bereits in seinem ersten Gebet für den Gottesdienst. Mit dem Refrain „Er ist ganz nah!“ seien alle in jeder Altersgruppe angesprochen, kommentierte er den Vortrag des gemischten Chores von „Brauchst du Kraft“ (Hedwig von Redern/Sigi Hänger) und wünschte, dass es jeder wahrnehmen könne.
„Und es werden über dich kommen alle diese Segnungen, und sie werden dich treffen, weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorsam gewesen bist.“
Predigtgrundlage war 5. Mose 28,2. Segen sei die Begleitung und Nähe Gottes. Seine Präsenz, alles überstrahlende Liebe und Zuwendung helfe in allen Dingen, gebe Orientierung, schaffe Ruhe und Gelassenheit. Voraussetzung sei, seiner Stimme und seinen Geboten zu folgen. Das sei schon bei Kriegsgegnern im Alten Testament aufgefallen, dass das Volk Israel während einer Phase der Treue und Hinwendung zu Gott nicht besiegbar war.
Eine Segnung Gottes sei, wie Gott durch die Menschwerdung Jesu seine Liebe gezeigt und erlebbar gemacht habe. Segen Gottes zeige sich im miteinander Kirche sein und füreinander im Gebet eintreten. Der christliche Glaube sei darauf angelegt, sich anderen mitzuteilen, zitierte Bischof Vester aus dem Vorwort des Katechismus und forderte dazu auf, Segen für andere erlebbar zumachen und damit Segensträger zu werden.
Auf die Stimme Gottes zu hören und ihr gehorsam zu sein, könne Energiequelle sein und Segen für sich und andere nach sich zu ziehen, erklärte Priester Markus Kloss aus der Gemeinde Heidelberg-Wieblingen in seinem Predigtbetrag.
Als universell und individuell beschrieb Stefan Siebels, stellvertretender Vorsteher der Gemeinde Heidelberg-Werderstraße, den Segen Gottes in seinem Predigtbeitrag.
Ruhesetzungen
„Von allen Seiten umgibst du mich“ (Dirk Pfau) trugen die Kinder nach dem sakramentalen Teil des Gottesdiensts vor, während Bischof Vester beide Geistliche an den Altar bat. Er würdigte beide als ganzheitliche Amtsträger und dankte für langjährige ehrenamtliche Seelsorge.
Nach Gebet und Segen setzte der gemischte Chor den musikalischen Schlusspunkt: „Möge die Sonn dir scheinen“ (CB 365), bei dessen Refrain die ganze Gemeinde mit einstimmte: „…bis wir uns wiedersehn, halte Gott dich fest in seiner Hand…“.