Sakrale Blasmusik erfüllte die Kirche Eberbach am Sonntag, 13. September 2026, während mehr als 150 60+Aktive aus dem ganzen Kirchenbezirk eintrafen. Bezirksevangelist Ralf Kneisel feierte mit der großen 60+Gemeinde Gottesdienst.
„Wer steht vor deiner Herzenstür“ (CB 127) trug der große, spontan zusammengestellte gemischte 60+Chor vor dem Gottesdienst vor. „Wir geben dir unser Herz, in der Gewissheit, dass du uns alles schenkst“ formulierte Bezirksevangelist Kneisel Zuversicht und großes Gottvertrauen in seinem ersten Gebet. Er zeigte sich überwältig von der großen Lebenserfahrung aller Anwesenden.
„Und sie hörten nicht auf, alle Tage im Tempel und hier und dort in den Häusern zu lehren und zu predigen das Evangelium von Jesus Christus.“
Apostelgeschichte 5,42 war Predigtgrundlage. Bezirksevangelist Kneisel schilderte den biblischen Kontext, als sich die Apostel für ihre Predigten vor dem Hohen Rat verantworten mussten, Prügel dafür bezogen und schließlich fröhlich davonzogen, weil sie um Seines Namens willen bereit waren, Schmach zu erleiden. Den Aposteln sei es nicht um Selbstverwirklichung gegangen, sondern ums Evangelium Jesu Christi. Lehren und predigen könne nur, wer in den Grundlagen des Glaubens verwurzelt sei und erleuchtete Augen des Herzens habe, denn Gott führe immer weiter in neue Erkenntnisse.
Entsprechend der damaligen Apostel, die im Tempel und in den Häusern – also im öffentlichen und im privaten Raum - lehrten und predigten, forderte der Bezirksevangelist dazu auf, im Alltag mit der Authentizität des Lebensstils sichtbar zu sein. Auch beim Umgang mit den Gebrechen des Alters könnten Signale gesetzt werden, stellte der Bezirksevangelist fest und zitierte dazu aus Hiob 1,21: „Der HERR hat’s gegeben, der HERR hat’s genommen; der Name des HERRN sei gelobt!“
Mit Psalm 71,17 „Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt, und noch jetzt verkündige ich deine Wunder“ ermunterte Bezirksevangelist Kneisel dazu, immer weiter zu machen und davon zu erzählen, wie treu Gott ist.
Jesus sei für alle gestorben, weil er allen helfen wolle, erklärte Priester Wolfram Grimm in seinem Predigtbeitrag. Es brauche nur ein gutes Herz, um zum Nächsten zu gehen.
Wenn man nicht wisse, wie es weitergehen soll – mit Gottes Hilfe geht es, versicherte Priester Philipp Eiermann in seinem Predigtbeitrag und wies mit dem Hinweis, dass man sich auch manchmal selbst vergeben müsse, auf den sakramentalen Teil des Gottesdienstes hin.
„Herr, bleib bei mir“ (GB 180) - so setzte die große 60+Gemeinde zusammen mit dem Bläserensemble unter der Leitung von Evangelist Rainer Vetter den musikalischen Schlusspunkt am Ende des Gottesdienstes.
Priester Manfred Behrens wurde aufgrund seiner Aufgaben als Vorsteher zweier Gemeinden von seiner Aufgabe als 60+Beauftragter entlastet, bevor sich alle noch herzlicher Gemeinschaft bei einem Imbiss und Getränken erfreuten.