Feierliche Orgelmusik erklang in der Kirche Neckarbischofsheim am Mittwochabend, 26. August 2026. Apostel Daniel Habich feierte den Gottesdienst mit Teilnehmenden aus den Gemeinden Eschelbronn, Haßmersheim, Mosbach, Neckarbischofsheim und Sinsheim, spendete das Sakrament der Heiligen Versiegelung und ordinierte eine Diakonin.
„Hilf Lasten tragen und Lebensentscheidungen treffen“ bat der Apostel in seinem ersten Gebet. Den Liedvortrag des gemischten Chores „Bis hierher hat der Herr geholfen“ (CB 98) unterstrich er mit „Das ist Fakt!“ und nannte als Beweis, dass alle noch da seien.
„Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends, und er trank aus dem Bach.“
1. Könige 17, 6 war Predigtgrundlage. Apostel Habich schilderte, wie sich Elia am Bach Krit auf Gottes Geheiß hin verbarg, nachdem er bei König Ahab eine Dürrezeit angekündigt hatte und trotz Dürre von den Raben versorgt wurde. Elia sollte in seinem Exil Abstand vom vorherrschenden Götzendienst nehmen. „Was sind die Götzen der heutigen Zeit?“ stellte der Apostel den Gegenwartsbezug her und nannte als Beispiele:
Bei „Dürrephasen“ im eigenen Leben riet der Apostel zu Vertrauen in die Hilfe Gottes, auch wenn er an seltsame Stellen führe und die Versorgung unvollkommenen Menschen übertrage. Raben hätten im Alten Testament als unrein gegolten und die Akzeptanz der Versorgung durch sie für Elia eine Überwindung. Gott werde in „Dürrephasen“ immer versorgen und stärken.
Die Gottlosigkeit zur Zeit Elias verglich Priester Peter Krennerich in seinem Predigtbeitrag mit der Gegenwart und nannte das Gottvertrauen Elias, dessen Name „Mein Gott ist der Herr“ bedeute, als Vorbild für schwierige Lebenssituationen.
Bei Meinungsverschiedenheiten oder Konflikten mal die Perspektive zu wechseln, sei die Voraussetzung für Vergebung und Versöhnung, leitete Apostel Habich den sakramentalen Teil des Gottesdienstes ein. Nach Unservatergebet und Sündenvergebung richtete er persönliche Worte an eine Erwachsene und versiegelte sie, bevor er mit der ganzen Gemeinde Heiliges Abendmahl feierte.
Nicht „Was will ich der Gemeinde sagen?“, sondern „Was will Gott durch mich der Gemeinde sagen?“ empfahl der Apostel der Diakonin vor ihrer Ordination. Gebet, Segen und ein abschließender Musikbeitrag rundeten den Gottesdienst ab.