Gottesdienstbesucherinnen und -besucher aus Nah und Fern versammelten sich in der Kirche Heidelberg-Wieblingen. Im Gottesdienst am Sonntag, 16. August 2026 erhielten Berit und Hirte i. R. Helmut Haas den Segen zur Goldenen Hochzeit.
„Herz und Herz vereint zusammen“ (GB 332) sang die große Gemeinde am Beginn des Gottesdienstes, während Bezirksvorsteher Priester Mathias Gramlich zum Altar schritt und in seinem ersten Gebet um einen besonderen Segen bat.
„Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende. Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden. Berge und Hügel sollen vor euch her frohlocken mit Jauchzen und alle Bäume auf dem Felde in die Hände klatschen. Es sollen Zypressen statt Dornen wachsen und Myrten statt Nesseln. Und dem HERRN soll es zum Ruhm geschehen und zum ewigen Zeichen, das nicht vergehen wird.“
Priester Gramlich hatte Jesaja 55,8-13 als Predigtgrundlage gewählt aufgrund seiner Eindrücke im persönlichen Gespräch mit dem Goldhochzeitspaar. Er sprach den im Trauspruch Psalm 128,1-6 verheißenen Kindersegen an und bestätigte, dass Gott sich dazu bekannt habe – auf seine besondere Art und Weise - mit vier Kindern und zwei Enkelkindern. Wie bei Abraham sei Geduld und großes Gottvertrauen notwendig gewesen, bis sich die im Trauspruch gegebene Verheißung Gottes erfüllte. Gottvertrauen und eine gute Beziehung zu Gott sei großer Mehrwert des christlichen Glaubens, der verstandesmäßige Überlegungen übersteige und damit zur Quelle für Kraft und Zuversicht werde, versicherte Priester Gramlich.
Die Begrenztheit eines Menschen hindere Gott nicht daran, sein Wort zu erfüllen, stellte Priester Holger Döhling in seinem Predigtbeitrag fest. Segen sei – kindgerecht erklärt, wenn jemand die Hand auf die Schulter lege und sage: „Du bist nicht allein“
„Lobe den Herren“ (CB 269) trug der gemischte Chor vor, als das goldene Hochzeitspaar nach dem sakramentalen Teil des Gottesdienstes dankbar an den Altar trat. Priester Gramlich richtete sehr persönliche Worte an Berit und Hirte i. R. Helmut Haas, der während seiner aktiven Amtstätigkeit unter anderem ehrenamtlich 25 Jahre Vorsteher der Gemeinde Heidelberg-Wieblingen war, und segnete die beiden erneut. „Schritt für Schritt“ (Dirk Pfau) sangen zehn Kinder für das Jubelpaar. Zuvor hatten sie ein Bild mit zwölf selbstbeschrifteten Goldherzen überreicht.
Auch beim letzten Lied des Chores- dem irischen Segenslied - wirkten die Kinder mit: „Möge die Straße uns zusammen führen...und bis wir uns wiedersehn, halte Gott dich fest in seiner Hand“