Die Gemeinden Bammental und Neckargemünd-Mückenloch hatten sich am Mittwoch, 22. Juli 2026 in der Kirche Neckargemünd-Mückenloch versammelt. Im Abendgottesdienst ordinierte Apostel Daniel Habich eine Priesterin und eine Diakonin.
Gleich in seinem ersten Gebet bat Apostel Habich darum, dass Gott den Himmel auftun möge, aber auch um die Fähigkeit zur Toleranz und Vergebungsbereitschaft. Inspiriert vom Lied des gemischten Chores „Ich glaube fest, dass alles anders wird“ (CB 332) riet der Apostel in Konfliktsituationen zum Perspektivwechsel und der Bitte an Gott, Dinge aus seiner Sicht sehen zu können.
„Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: »Mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker«?“
Der erste Teil aus Markus 11,17 war Predigtgrundlage. Im Tempel sei eine Tempelsteuer in Landeswährung fällig gewesen, die Pilger von weit her erst eintauschen mussten. Auch Opfertiere konnten auf einer weiten Pilgerreise nicht mitgeführt und mussten vor Ort erworben werden, schilderte der Apostel die Situation im Tempel zu Jesu Zeiten. Dieses florierende Geschäftsmodell habe Jesus beseitigt, denn das Haus Gottes könne kein Handelshaus sein, in dem Gebete, Wünsche und Mitarbeit eingebracht werde und dafür irdische Vorteile entgegengenommen werden können. „Was muss ich tun, dass ich von Gott geliebt werden?“ fragte der Apostel und antwortete „Nichts!“. Gott liebe alle Menschen, weil sie seine Geschöpfe seien.
Auch die Räuberhöhle aus dem zweiten Teil des Bibelwortes, in die man sich aus Angst vor Strafe zurückziehe, beleuchtete Apostel Habich, mahnte eine offene Fehlerkultur an und versprach Gottes Gnade. Das Bethaus sei eine Begegnungsstätte mit Gott mit schönem Miteinander untereinander. Jeder könne ein Tempel Gottes sein und das durch sein Verhalten innerhalb und außerhalb der Kirche sichtbar machen.
Jesus habe mit der Tempelreinigung allen einen Spiegel vorgehalten und für eine andere Sicht gesorgt, erläuterte Bezirksevangelist Ralf Kneisel in seinem Predigtbeitrag und riet, dankbar mit Freuden Gott zu dienen.
Im sakramentalen Teil des Gottesdienstes ordinierte Apostel Habich eine Priesterin und eine Diakonin für die Gemeinde Neckargemünd-Mückenloch. Den musikalischen Schlusspunkt setzte die 12jährige Delilah mit „Weißt du, wieviel Sternlein stehen?“