In der turnusmäßigen Delegiertensitzung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Heidelberg (ACK) am Dienstagabend, 12. Mai 2026 fand einiges zum ersten Mal statt. Zum ersten Mal war die Freie evangelische Gemeinde (FeG) in Rohrbach-Süd Gastgeber.
Zum ersten Mal tagte die Delegiertenversammlung unter der Leitung des im März 2026 neugewählten Vorstandes. Dessen Vorsitz hat Felix Wente von der FeG inne, Hirte i. R. Helmut Haas von der neuapostolischen Kirche vertritt ihn, Stefan Osterwald, Gemeindereferent der katholischen Stadtkirche führt Protokoll während Dietrich Dancker von der evangelischen Landeskirche wie bisher die Finanzen verantwortet. Gast und Gesprächspartner des Abends war – ebenfalls zum ersten Mal – Dr. Marius Fletschinger, leitender Pfarrer der katholischen Stadtkirche.
Andacht
Felix Wente begrüßte alle Teilnehmenden und lud zur Andacht ins neugestaltete atriumähnliche Foyer ein. Anhand der Jahreslosung „Siehe, ich mache alles neu!“ (aus Offenbarung, 21,5) schilderte er unterschiedliche Lebensumstände und die daraus resultierende Notwendigkeit, die gleiche Sprache zu finden und kleine Schritte aufeinander zuzugehen mit dem Fazit: „Wir können Gott zutrauen, dass er große Dinge tut.“ Mathias Kirchgässner, scheidender zweiter Vorsitzender sprach ein Segensgebet für den neuen Vorstand.
Dialog
Nach einer ersten Vorstellungsrunde überbrachte Dr. Marius Fletschinger die Grüße von evangelischen Dekan Christof Ellsiepen, der verhindert war. Fletschinger äußerte, dass Ökumene bei ihm einen hohen Stellenwert besitze und Einssein nicht gleich Uniformität bedeute. Es sei notwendig, sich auf Wesentliches zu besinnen und sich an Christus zu orientieren. Er bekannte, dass er als Schüler Kontakte zur FeG hatte, dort zum Bibellesen animiert wurde und dadurch seine Liebe zur Heiligen Schrift entdeckte.
Heidelberger Ostern
Auf die erfolgreiche Aktion „Heidelberger Ostern“ blickte Hirte i. R. Helmut Haas in seiner Funktion als 2. Vorsitzender zurück. Denominationsübergreifend war Ostern als christliches Hochfest im Stadtbild sowie medial sichtbar gemacht worden. Die Aktion soll im kommenden Jahr eine Neuauflage erhalten und Raum für kreative, zielgruppenorientierte Ideen schaffen.
Interreligiöser Dialog
Solidarität, Mitgefühl und Selbstverpflichtung, füreinander einzustehen seien Zielsetzungen des von der Stadt Heidelberg initiierten Interreligiösen Dialoges unter der Leitung von Sozialbürgermeisterin Stefanie Jansen und dem Amt für Chancengleichheit, erläuterte Dr. Ruth Hildebrandt. Als Delegierte vertritt sie in diesem Gremium die Mitgliedskirchen der ACK Heidelberg.
Nachdem Mitglieder für die Arbeitskreise Reformationsgottesdienst und Pogromgedenken gefunden, Neuigkeiten aus den Gemeinden ausgetauscht und ein Tagesordnungspunkt auf die nächste Versammlung am Donnerstag, 16. Juli 2026 in der Hoffnungskirche verschoben worden waren, rundete Christina Wente die interaktive Versammlung mit einem Gebet von Dietrich Bonhoeffer (1906 - 1945) ab.