Auch am Sonntag, 19. April 2026 bekannten fünf junge Christen ihren Glauben und erhielten den Segen zur Konfirmation in den Kirchen Eschelbronn, Haßmersheim und Michelstadt.
Matthäus 10,32 ist Predigtgrundlage der diesjährigen Gottesdienste mit Konfirmation in der neuapostolischen Kirche weltweit.
„Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel“
Den Nächsten zu lieben und damit Jesus Christus zu bekennen, beschreibt Stammapostel Jean-Luc Schneider in seinem Brief an alle diesjährigen Konfirmandinnen und Konfirmanden die schönste Aufgabe.
Eschelbronn
„Vor die Gemeinde treten“ (GB 313) erklang in der Kirche Eschelbronn – zuerst von der Orgel, dann vom gemischten Chor bis alle Anwesenden einstimmten, als die beiden Konfirmanden einzogen.
„Du machst unser Leben einzigartig“ dankte Priester David Schäfer Gott in seinem ersten Gebet, während der gemischte Chor den Predigtteil mit „Gut, dass wir einander haben“ (CB 357) einleitete. „Gut, dass wir euch haben“ wandte sich Priester Schäfer an die beiden Konfirmanden und ergänzte: „Gut, dass wir uns als Gemeinde haben“. Er sei dankbar, dass die beiden Konfirmanden bereit seien, ja zu Gott zu sagen, denn Gott habe zuerst ja gesagt und stelle seinen Segen in Aussicht.
Im Sport oute man sich durch das Tragen eines Trikots als Fan einer bestimmten Mannschaft, erläuterte Priester Schäfer den Begriff „Bekennen“ und erklärte, dass das Trikot „Jesus“ im Herzen getragen werde und ohne große Worte zum Ausdruck komme:
„Auch ich will…“ - Titel des Konfirmandenlehrwerks - „…ein Jünger Jesu sein“ solle auf dem Trikot im Team Jesus stehen, erläuterte Diakonin Nicole Blume, Lehrkraft der beiden Konfirmanden, in ihrem Predigtbeitrag und versicherte, dass sich Jesus zu jedem bekenne, der im Team bleibe.
Jesus sei auf die Menschen zugegangen und ein Meister der Zuwendung, erklärte Evangelist Rainer Vetter, ebenfalls Lehrkraft der Konfirmanden, in seinem Predigtbeitrag. Bekennen könne man nur, was man kenne und das Gegenteil von bekennen sei verleugnen, während Jesus verzeihe und mit Liebe begegne.
Das Team Jesus gewinne immer, aber keiner sei traurig außer dem Bösen, leitete Priester zum sakramentalen Teil über. Nach Unservatergebet und Sündenvergebung legten die beiden Konfirmanden ihr Gelübde ab und erhielten den Segen Gottes. Die Feier des Heiligen Abendmahls, Gebet und Segen rundeten den festlichen Gottesdienst ab.
Haßmersheim
Um einen ganz besonderen Segen für den Konfirmanden und die ganze Gemeinde bat Priester Ralf Herrmann in seinem ersten Gebet in der Kirche Haßmersheim.
„Ich, der Herr von Erd und All“ (CB 388) mit dem Refrain „Ich bin hier, Herr“ – inspiriert vom Lied des gemischten Chores bestätigte Priester Herrmann am Beginn des Predigtteils „Gott ist hier!“. Zu einem Fest würden Geschenke mitgebracht – das Geschenk des heutigen Festgottesdienstes sei der Konfirmand selbst, der bewusst „ja“ zu einem Leben nach christlichen Maßstäben mit Gott sage. Sich zu Christus zu bekennen, heiße ihm nachzufolgen und nachfolgen bedeute, sich ihm anvertrauen. Gott meine es gut mit einem jeden und liebe jeden Menschen von ganzem Herzen. Als alttestamentarisches Vorbild im Vertrauen zu Gott nannte Priester Herrmann Abraham, der Lot auf dessen Wunsch hin die besseren Weidegründe überließ und Gott vertraute, dass alles gut werde.
Mit Worten Jesu aus Johannes 12,26 „Wer mir dienen will, der folge mir nach“ erklärte Priester Herrmann den Zusammenhang von Dienen und Nachfolge. Gott bekennen erfolge im Besuch der Gottesdienste. Auch das Heilige Abendmahl sei ein Bekenntnismahl. Im Gebet könne Verbindung zu Gott hergestellt werden, der sich zu seinen Kindern bekenne und sie segnen wolle.
Gott helfe immer, auch wenn Fehler gemacht oder Umwege gegangen worden seien, erklärte Priester Reinhard Brecht in seinem Predigtbeitrag und ermunterte, treu zu bleiben und den Glaubensweg freudig miteinander zu gehen, bis Jesus Christus wiederkomme.
Bei Reibereien wieder aufeinander zu und Schritte der Versöhnung zu gehen, empfahl Priester Herrmann am Übergang zum sakramentalen Teil des Gottesdienstes.
„Jesus bleib in meinem Leben“ (CB 307) sang der gemischte Chor, bevor Priester Herrmann persönliche Worte an den Konfirmanden richtete, ihn um sein Gelübde bat und ihm den Segen Gottes übermittelte. Die Feier des Heiligen Abendmahls, Gebet und Segen beschlossen den feierlichen Gottesdienst.
Michelstadt
„Nimm Jesus in dein Lebensschiff“ (GB 191) – mit diesem gemeinsamen Lied eröffnete die ganze Gemeinde den Gottesdienst in der Kirche Michelstadt.
„Zwei Konfirmanden bekennen sich heute zu ihrem Glauben. Passt das so noch unsere Zeit?“ fragte Priester Michael Krause am Beginn seiner Predigt und würdigte die Entscheidung der beiden jungen Christen, sich trotz aller Medienpräsenz zu Gott zu bekennen. Das Lied „Jesus will dir heut begegnen“ (Ullmann/Ullmann) habe ihn während der Gottesdienstvorbereitungen begleitet und er wolle es jetzt teilen: Jesus komme nicht wie vor 2.000 Jahren, er komme im Jetzt und er wolle jedem begegnen, auch dem, der mit schwerem Herzen gekommen sei.
Mit Blick auf die Zusage im zweiten Teil des Bibelwortes „zu dem will ich mich auch bekennen“ forderte Priester Krause auf: „Nutz doch die Chance und gehe in einen Gottesdienst. Du bekommst Kraft, Mut und Liebe von Gott“. Er schenke Frieden. Alles könne geteilt werden und nehme dadurch nicht ab. Bekennen finde auch in Nächstenliebe und dem Nächsten beistehen statt. Der Weg als Christ verlaufe nicht immer auf der Siegerstraße, führe aber zum Ziel. „Egal, wo ihr im Leben hingehen werdet, Gott ist schon dort!“ schloss er seine Ausführungen.
Ganz verständnisvoll für jugendliche Belange machte Diakon Kris Konrad aus der Gemeinde Eberbach in seinem Predigtbeitrag Mut, sich auch bei knappem Terminkalender einzubringen. Irgendwie liege immer der Segen darauf, egal in welcher Form, versicherte er und lud zum Jugendgottesdienst am kommenden Sonntag ein.
Wahrer Christ zu sein, heiße, eine von Gott geliebte Seele zu erkennen und wahrer Christ sein, sei anstrengend, nannte Priester Henry Belz als Voraussetzung für das Bekennen vor und von Gott.
Die Gemeinschaft bei Sündenvergebung und Heiligem Abendmahl betonte Priester Krause in seiner Überleitung zum sakramentalen Teil des Gottesdienstes. Nach Unservatergebet und Sündenvergebung verlas der Konfirmand des vergangenen Jahres den Brief von Stammapostel Jean-Luc Schneider, bevor die beiden diesjährigen Konfirmanden ihr Gelübde ablegten und gesegnet wurden, umringt von den Konfirmanden der vergangenen vier Jahre. Mit der Feier des Heiligen Abendmahls, Gebet und Segen endete der festliche Gottesdienst.