So lautet die Überschrift der diesjährigen ökumenischen Friedensdekade der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Bammental (ACK). Am Freitag, 14. November 2025 fand dazu das wöchentliche Friedensgebet in der Kirche Bammental statt.
Rund 30 Teilnehmende betrachteten andächtig den Schein einer Kerze, als Katleen Hildenbrand und Niclas Dörsam mit „Jesus berühre mich“ (Albert Frey) den Abend musikalisch eröffneten. Hirte Achim Beck begrüßte die Anwesenden und stellte den Abend unter das Thema „Den Menschen sehen“. Er berichtete vom römischen Hauptmann, der bei Jesus über die Qualen seines Knechtes klagte und tiefgläubig zu ihm sagte: „sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund.“ (aus Matthäus 8,8) Jesus habe sich nicht für Herkunft interessiert, sondern den Menschen angesehen. Friede könne nur geweckt werden, wenn verfeindete Parteien plötzlich etwas Gutes über den Gegner sagen würden.
„Von guten Mächten wunderbar geborgen“ (Dietrich Bonhoeffer 1906 -1945) sangen alle Anwesenden gemeinsam bevor Hirte Beck vom Weihnachtsfrieden 1914 an der Frontlinie zwischen britischen und deutschen Soldaten berichtete. Während die Waffen schwiegen, seien Verwundete versorgt und Gefallene begraben, Genussmittel ausgetauscht und gemeinsam Weihnachtslieder gesungen worden. Das habe nur stattfinden können, weil sich die Soldaten als Menschen gesehen hätten, so wie Gott, der alle Menschen vorbehaltlos liebe.
Nach einem weiteren Musikstück konnte jeder der Anwesenden seine Gedanken in einem persönlichen Gebet formulieren und ein Licht anzünden. Das gemeinsam gesprochene Vaterunsergebet und das gemeinsam gesungene „Wenn Friede mit Gott“ (GB 295) bündelten die Empfindungen, bevor Hirte Beck die besinnliche Stunde mit dem altirischen Segenswunsch beschloss.