„Kommet her“ – eine Vertonung von Matthäus 11,28-30 sang der gemischte Chor am Sonntagvormittag, 29. Dezember 2024. Zum Gottesdienst mit Apostel Martin Rheinberger hatten sich die Gemeinden Bammental, Eschelbronn, Neckargemünd-Mückenloch und Neckarsteinach-Darsberg in der Kirche Bammental eingefunden.
„Beten hilft“ (Dirk Pfau) schmetterten die Kinder am Beginn des Predigtteil mit der Ergänzung „Beten wirkt“ in Anlehnung an das Jahresmotto 2024 der Neuapostolischen Kirche. Apostel Rheinberger erklärte, dass dieses Motto nicht am 31. Dezember ende. Oft wisse man nicht, wie man sich im Gebet ausdrücken solle, man bleibe dabei aber im Gespräch mit Gott, der immer eine Tür oder einen Weg habe. Beten bewirke Dankbarkeit, was der Apostel an den beiden Bitten aus dem Vaterunser „Unser täglich Brot gib uns heute“ und „Vergib uns unsere Schuld“ erläuterte. Gott, den Allmächtigen anzubeten, schaffe Demut. In Fürbitte dem Nächsten zu gedenken öffne die Augen für Nöte des anderen und für sich selbst beten, bringe Sicherheit bei Dingen, die schwer fallen und so an Gott übergeben werden.
„Und der Geist und die Braut sprechen: Komm!“
Offenbarung 22,17.1 war Predigtgrundlage. Apostel Rheinberger stellte fest, dass das Werk des Heiligen Geistes die Kirche sei und daran erinnere, dass Christus gesagt habe „ich will wiederkommen“ und er darum rufe „Komm!“. Sakramente seien Heilsgaben Gottes, die auf das Wiederkommen Jesu vorbereiten. Auch die Braut spreche „Komm!“, was in Anbetung, Dank, Bitte und Fürbitte als Quintessenz der Gebete zum Ausdruck komme – auch im Vaterunser: „Dein Reich komme“. Gott habe alle seine Verheißungen erfüllt und bringe zum Schluss Gnade mit.
Das Gebet sei Ausdruck der Liebe zu Gott, bestätigte Bezirksälteste Gerd Merkel in seinem Predigtbeitrag und zitierte ein Bonmot aus 2024: „Glaubensziel prägt Lebensstil“.
„Gott schenkt Gnade – dem Nächsten und mir“ leitete Apostel Rheinberger den sakramentalen Teil des Gottesdienstes ein.
Danach würdigte er die jahrzehntelange ehrenamtliche Seelsorge von Priester Klaus Emmerich aus der Gemeinde Neckarsteinach-Darsberg und Diakon Peter Kienlin aus der Gemeinde Neckargemünd-Mückenloch und versetzte beide in den Ruhestand. Für die Gemeinde Neckargemünd-Mückenloch ordinierte er mit bewegenden Worten eine Diakonin.
Einen markanten musikalischen Schlusspunkt gestalteten der Männerchor und eine Harfenspielerin mit „Shalom“.