Mehr als 150 Gottesdienstteilnehmerinnen und -teilnehmer der Generation 60+ füllten am Sonntag, 20. Oktober 2024 die Kirche Wiesloch. Das bestens vorbereitete Blechbläserensemble des Kirchenbezirks sorgte im Wechsel mit einem gemischten Chor für den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes mit Bezirksälteste Gerd Merkel.
Mit dem Choral „Tut mir auf die schöne Pforte“ in verschiedenen Bearbeitungen gelang dem Bläserensemble ein fulminanter Einstieg in den Predigtteil.
„Da wir nun gereicht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.“ (Römer 5,1)
Das Bibelwort für den besonderen Gottesdienst hatte Apostel Martin Rheinberger ausgewählt und gleichzeitig auf die Formulierung der Gute Nachricht-Bibel verwiesen „Nachdem wir nun aufgrund des Glaubens bei Gott angenommen sind, haben wir Frieden mit Gott. Das verdanken wir Jesus Christus, unserem Herrn.“ Bezirksälteste Merkel erläuterte, dass Jesus die Voraussetzungen geschaffen habe, damit Gott den Gläubigen annehmen könne. Dazu sei es notwendig, den Glauben an Jesus Christus, seinen Opfertod und seine Auferstehung aufrechtzuerhalten, allezeit Gott zu suchen, auch wenn es einem gerade mal nicht schlecht gehe und Vertrauen in die Liebe Gottes zu setzen. Dazu trage auch der Besuch der Gottesdienste und die Gemeinschaft innerhalb der Gemeinde bei, wo gegenseitige Seelsorge geleistet werden könne mit der ernstgemeinten Frage „Wie geht es dir?“ und einem Gebet für den Nächsten und seine persönliche Situation.
„Bin ich auf den Tag des Herrn vorbereitet?“ fragte Priester Mathias Gramlich, stellvertretender Bezirksvorsteher in seinem Predigtbeitrag und wünschte, dass die Liebe Gottes in einem erkennbar sein kann.
Die verschiedenen Eigenschaften der Menschen innerhalb einer Gemeinde, die alle das gleiche Ziel haben, beleuchtete Priester Werner Würtele aus der Gemeinde Wiesloch.
Glaube als Fundament und Basis beschrieb der stellvertretende Vorsteher der Gemeinde Heidelberg-Werderstraße, erwähnte aber auch gleichzeitig das Spannungsdreieck zwischen Glauben, Zweifel und Wissen.
Die Verschiedenheit innerhalb einer Gemeinde sprach auch Bezirksevangelist Ralf Kneisel an: „Wenn jeder mit Blick auf Jesus da ist, wenn er gebraucht wird, dann wird es schön.“
Mit dem Zitat von Römer 5,2 „Zugang im Glauben zu dieser Gnade“ leitete Bezirksälteste Merkel zum sakramentalen Teil des Gottesdienstes über.
Nach Beendigung des Gottesdienstes bat er auch Bischof i. R. Rolf Ludwig um einige Worte. Nach kurzer Überlegung stellte Bischof Ludwig fest: „Ich habe das Gefühl, dass der liebe Gott uns alle gut kennt und schenkt, was notwendig ist.“
„Der Herr ist mein Licht“ – die Vertonung von Psalm 27 war krönender Abschluss des Gottesdienstes, gesungen von allen Anwesenden und begleitet vom Bläserensemble.
Die Gemeinde Wiesloch hatte bereits um 9:00 Uhr Gottesdienst gefeiert und nun im Foyer und im Außenbereich alles für den gemütlichen Teil nach dem Gottesdienst vorbereitet.