Zum ökumenischen Gottesdienst am Tag der Schöpfung lud die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Mosbach (ACK) am Sonntag, 1. September 2024 in den Burggraben Neckarelz ein.
Rund 100 Besucherinnen und Besucher lauschten bei hochsommerlichen Temperaturen den schwungvollen Rhythmen des Gospelchores gospElz&more der evangelischen Kirchengemeinde Neckarelz-Diedesheim zu Beginn des ökumenischen Gottesdienstes. Diakon Markus Vogl von der katholischen Kirche begrüßte die Anwesenden.
Bereits in Psalm 96 „jubeln sollen alle Bäume des Waldes“ wurde die Botschaft des Gottesdienstes deutlich – in der anschließenden, von Anette Kast gelesenen Bitte aber auch die von den Menschen an der Schöpfung begangenen Fehler.
Evangelist i. R. Herbert Fröscher las Hiob 14,7-12: „Denn ein Baum hat Hoffnung, auch wenn er abgehauen ist; er kann wieder ausschlagen, und seine Schösslinge bleiben nicht aus. Ob seine Wurzel in der Erde alt wird und sein Stumpf im Staub erstirbt, so grünt er doch wieder vom Geruch des Wassers und treibt Zweige wie eine junge Pflanze. Stirbt aber ein Mann, so ist er dahin; kommt ein Mensch um – wo ist er? Wie Wasser ausläuft aus dem See, und wie ein Strom versiegt und vertrocknet, so ist ein Mensch, wenn er sich niederlegt, er wird nicht wieder aufstehen; er wird nicht aufwachen, solange der Himmel bleibt, noch von seinem Schlaf erweckt werden.“
Pfarrer Richard Lallathin von der Johannes-Diakonie skizzierte in seiner Kurzpredigt die Natur als Bild der Hoffnung und Unvergänglichkeit und erinnerte dabei an den „Ulmenstamm“ von Alexander Solschenizyn (1918 – 2008), der schildert, wie ein bereits zersägter Balken neu austrieb.
Zentraler Schwerpunkt bildete das Interview von Jürgen Blatz (ACK) mit Peter Baust, dem 1. Vorsitzenden des NABU Mosbach zum Thema Naturschutz und Schaffung von Lebensraum für bedrohte Tiere.
Als Fürsprecher der Schöpfung gestalteten sich die Fürbitten um Schonung und Erhalt der Natur mit ihren vielfältigen Ressourcen. Die Kollekte kam den NABU zugute.
Symbolisches Laub wirbelte nach dem Friedensgruß in die Luft: Wie Kinder Herbstlaub in die Luft werfen, soll der Frieden von Kindern Gottes weitergegeben werden.
Mit „Amazing grace“ verabschiedete der Gospelchor die nachdenklich gewordenen Gottesdienstbesucherinnen und -besucher.