„Gott ist gegenwärtig“ (GB 103) – Der gemeinsame Gemeindegesang eröffnete den Gottesdienst am Sonntag, 26. Mai 2024 in der Kirche Sinsheim. Zum letzten Mal in seiner Heidelberger Zeit wurde Priester Michael Hapke von Evangelist Peter Ruf, Vorsteher der Gemeinde Sinsheim, um einen Predigtbeitrag gebeten und nach dem Gottesdienst offiziell verabschiedet.
„Wer steht vor deiner Herzenstür und bittet: Lass mich ein?“ (CB 127) stellte der gemischte Chor dem Predigtteil voran. „Wollen wir ihn reinlassen?“ – diese Frage stelle sich immer, wenn es an der Wohnungstüre klingle, begann Evangelist Peter Ruf seine Ausführungen, um gleich auf die Vornehmheit des HERRN zu verweisen, der stets anklopfe und dem der Zuruf gebühre „Herr bleibe bei uns“.
„Und der HERR erschien ihm im Hain Mamre, während er an der Tür seines Zeltes saß, als der Tag am heißesten war. Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Männer vor ihm“
1. Mose 18,1-2 war Predigtgrundlage. Anlässlich des Sonntags Trinitatis eine Woche nach Pfingsten erläuterte Evangelist Ruf die Trinität Gottes. Gott sei einer in drei Personen und in allen Personen vollkommen. Erst durch die Geburt Jesu mit Kreuzigung, Auferstehung und Himmelfahrt sowie die Aussendung des Heiligen Geistes sei die Trinität sicht- und begreifbar geworden. Bereits im Alten Testament habe Abraham die Anwesenheit Gottes in den drei Männern erkannt, als ihm die Verheißung seines Sohnes überbracht wurde.
Je mehr man mit Gott erlebt habe, desto mehr werde die Dreifaltigkeit Gottes greifbar, erläuterte Priester Michael Hapke in seinem Predigtbeitrag. Gott in seiner Dreieinigkeit sei vielfältig und nah.
Verabschiedung
Nach dem Gottesdienst bat Evangelist Ruf, Vorsteher der Gemeinde Sinsheim seit 2018 und zuvor Sandhausen, bewegten Herzens Priester Hapke an den Altar, der im Juni in seine Heimatstadt Hamburg zurückkehren wird, und ließ mehr als 20 Jahre Zusammenarbeit und Freundschaft revuepassieren. Michael Hapke sei als Diakon im Jahr 2000 nach Sandhausen gekommen und habe sich verlässlich als Sänger, Orgelspieler, Dirigent und in der Putzgruppe eingebracht. Nach seiner Ordination zum Priester im Jahr 2001 sei er ein hervorragender Seelsorger und Jugendleiter gewesen und habe auch in schwierigen Situationen viel Mut gemacht. Im Jahr 2020 sei Priester Hapke dem Ruf nach Sinsheim gefolgt und habe hier ebenfalls die Gemeinde im Sturm erobert. Mit dem Dank für Wirken, Freundschaft, Verständnis, Loyalität und sein offenes Herz verbunden mit einem Präsent mit Gutscheinen, die nur in Sinsheim eingelöst werden können, verabschiedete er Priester Hapke in seine neue/alte Heimat.