Alljährlich lädt der Stadtteilverein Heidelberg-Wieblingen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, öffentlichem Leben, der Schulen, Kirchen und Vereinen zum Neujahrsempfang ein. Am Sonntagnachmittag, 28. Januar 2024 traf man sich in lockerer Runde im Bürgersaal des alten Wieblinger Rathauses.
Grußwort des Stadtteilvereins
Dennis Röhner aus dem Vorstand des Stadtteilvereins begrüßte die Anwesenden, während Dr. Ingrid Herrwerth die Neujahrsansprache des Stadtteilvereins hielt. Mit launigen Worten berichtete sie von den zahlreichen bereits zur Tradition gewordenen Begegnungsmöglichkeiten im Stadtteil wie dem Sommertagszug, Neckarfest, Seniorenherbst, Martinszug, Weihnachtsmarkt oder dem Jahreswechsel bei Kerzenschein auf dem Rathausplatz. Sie beklagte aber auch verkehrsplanerische Missstände und noch nicht entschärfte Unfallschwerpunkte. „Ich kann nicht lange bleiben, flüstert der Glückmoment, aber ich habe dir eine Erinnerung ins Herz gelegt“ – mit diesem Spruch wünschte sie viele Glücksmomente und schöne Erinnerungen für 2024.
Grußwort der Stadt Heidelberg
Stefanie Jansen, Bürgermeisterin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit sprach das Grußwort der Stadt Heidelberg. Sie freute sich, dass Heidelberg die jüngste Stadt Deutschlands gemessen am Alter der Einwohner sei, dass es seit 40 Jahren ein Jugendzentrum in Wieblingen gebe und dass der Schulhof der Fröbelschule endlich ertüchtigt ist. Miteinander zu reden, gerade wenn die Demokratie in Gefahr ist und an den Wahlen teilzunehmen, waren ihre Herzenswünsche fürs neue Jahr.
Grußwort der Kirchen
Zum ersten Mal in der Geschichte des Stadtteilvereins überbrachte ein Vertreter der neuapostolischen Kirche das Grußwort der Kirchen. Priester Steffen Ambiel, Vorsteher der neuapostolischen Kirchengemeinde Heidelberg-Wieblingen erwähnte ebenfalls die lebenswerten Aspekte des Stadtteils, streifte aber auch Not und Leid durch Krieg, Kriminalität und mangelnde Versorgung rund um den Globus. „Glaube kann eine Kraft sein, die über die Kirchentüre hinaus in den Alltag wirkt“ stellte er fest und stellte das Jahresmotto der neuapostolischen Kirche International „Beten wirkt“ in den Raum. Beten verändere die Sicht auf die Dinge und zeige neue Perspektiven auf. Er berichtete von kleinen Hilfeleistungen im täglichen Leben Wieblingens und erinnerte damit an Matthäus 25,40 „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ Er forderte dazu auf, Gott in einem stillen Gebet zu suchen und versprach Gottes Segen, zu dem jeder beitragen könne.
Mit dem gemeinsamen Singen des „Wieblinger Liedes“ endete der offizielle Teil, der musikalisch von Posaune und Klavier umrahmt wurde. Bei Sekt und Häppchen wurden noch viele Gespräche geführt und Kontakte geknüpft.