Den ersten Gottesdienst im neuen Jahr feierten die Gemeinden Buchen, Eberbach, Haßmersheim, Michelstadt, Mosbach und Neckarbischofsheim gemeinsam am Sonntag, 7. Januar 2024 in der Kirche Eberbach. Apostel Martin Rheinberger leitete den Gottesdienst, versiegelte ein Kleinkind und ordinierte einen Priester.
„Herbei o ihr Gläub‘gen“ (GB 27) sang die ganze Gemeinde zu Beginn des Gottesdienstes. „Wir erinnern uns auch heute daran, dass Christus als Mensch in die Welt gekommen ist.“ begründete Apostel Martin Rheinberger die Wahl des Weihnachtsliedes gleich zu Beginn seiner Predigt. Er beschrieb Jesus als wahrer Gott und wahrer Mensch, wie er aufgewachsen und zur Schule gegangen sei und auch Feste gefeiert habe, bevor er seine Lehrtätigkeit aufgenommen habe. Wer Jesus in seiner vollkommenen Liebe im Boot habe, könne mit Mut und Zuversicht ins neue Jahr gehen.
1. Thessalonicher 5,17
„Betet ohne Unterlass“ war Predigtgrundlage in allen neuapostolischen Gottesdiensten weltweit an diesem Sonntag. Der Heilige Geist inspiriere dazu, mit Gott zu sprechen, erläuterte Apostel Rheinberger und beleuchtete besondere Gebete Jesu und deren Wirkung. Als Jesus eine Nacht durchgebetet hatte, konnte er danach seine Jünger erwählen. Als er am Grab von Lazarus zu Gott betete, dankte er zuerst für die Erhörung, bevor er Lazarus herausrief. Als Jesus in Gethsemane gebetet hatte, konnte er mit „nicht mein, sondern dein Wille geschehe“ (Lukas 22,42) sich dem Willen Gottes ergeben.
Apostel Rheinberger analysierte die Struktur eines Gebetes: Anbetung gebe Gott allein die Ehre und keinem anderen Menschen. Dank mache etwas mit einem und schaffe Zufriedenheit. Fürbitte für den Nächsten schaffe Empathie. Beim Gebet müsse keine „Gebetsliste“ abgearbeitet werden, sondern das ganze Herz verschenkt werden. Er schloss mit „Beten wirkt!“
Priester Mathias Gramlich, stellvertretender Leiter im Kirchenbezirk beschrieb in seinem Predigtbeitrag den Beziehungsaufbau zum himmlischen Vater beim Beten im stillen Kämmerlein.
Bezirksältester Gerd Merkel empfahl in seinem Predigtbeitrag, im Katechismus 13.1 nachzulesen, das Gebet in den Mittelpunkt zu stellen und Freude damit zu haben.
Den Predigtteil abschließend erklärte Apostel Rheinberger, dass „betet ohne Unterlass“ bedeute, nicht mit dem Beten aufzuhören oder nachzulassen ähnlich der bittenden Witwe beim ungerechten Richter.
Sakramente und Ordination
Im sakramentalen Teil des Gottesdienstes bat Apostel Rheinberger, gemeinsam und füreinander das Unser-Vater-Gebet zu beten, bevor er nach Sündenvergebung einem kleinen Jungen das Sakrament der Heiligen Versiegelung spendete. Nach der Feier des Heiligen Abendmahls ordinierte er einen Priester für die Gemeinde Neckarbischofheim.