Den nachösterlichen Gottesdienst am Mittwochabend, 20. April 2022 in der Kirche Bammental feierten auch Bettina Rott und Gaby Burger vom Ambulanten Hospizdienst Elsenztal e. V. mit. Nach dem Gottesdienst freuten sie sich über einen Spendenscheck von human aktiv, dem Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland.
„Ostern ist nie vorbei“ stellte Hirte Achim Beck zu Beginn des Predigtteils fest und ließ die Situation revuepassieren, als die überraschten Jünger ins leere Grab traten, wo die Leintücher verstreut herumlagen und nur das Schweißtuch ordentlich zusammengelegt war, was nach orientalischem Brauch bedeute: „ich komme wieder“.
Predigtgrundlage war Johannes 21,3-4: „Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sprechen zu ihm: Wir kommen mit dir. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot, und in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer, aber die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.“ Hirte Beck schilderte, wie die Jünger auf Jesu Anraten – entgegen jeglicher Erfahrung - erneut auf den See gefahren sind, die Netze auf der anderen Seite auswarfen und 153 große Fische fingen, woraufhin sie den auferstandenen Jesus schließlich erkannten. Daraus resultierend riet Hirte Beck, göttlichen Impulsen zu folgen und der Erfolg ließe nicht auf sich warten.
Mit Jesus an der Seite sei man nie alleine und brauche sich nicht zu fürchten, versicherte Priester Christian Imdahl in seinem Predigtbeitrag.
„Jesus, berühre mich“ (Albert Frey *1964) - Der Solovortrag leitete zum sakramentalen Teil des Gottesdienstes über. Mit einer majestätisch vorgetragenen Videoeinspielung von „Steig hoch empor“ (CB 77) nach Schlussgebet und -segen endete der Gottesdienst.
Ambulanter Hospizdienst Elsenztal e. V.
Gaby Burger, Schriftführerin des Ambulanten Hospizdienstes Elsenztal e. V. bedankte sich als erstes für den warmen Segen – wie sie die Spende von human aktiv bezeichnete, gerade weil ein Umzug des Büros nach Bammental bevorstehe. Der Hospizdienst sei 2008 von sechs oder sieben Personen gegründet worden und nun auf über 70 Mitglieder angewachsen - die Hälfte davon speziell geschulte Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter. Die Finanzierung erfolge über Mitgliedsbeiträge, Spenden und Leistungen der Krankenkassen, die aber nur für „abgeschlossene“ Fälle flössen. Auch „Letzte Hilfe“-Kurse werden angeboten, um nahestehende Menschen am Lebensende besser begleiten zu können.
Bettina Rott, 2. Vorsitzende des Hospizdienstes berichtete aus dem Alltag einer Hospizhelferin, wie sie mit einer Neunzigjährigen mit christlichem Hintergrund singe und bete, aber auch Menschen ohne christlichen Hintergrund in Nächstenliebe begleite. Sie bat darum, den Hospizdienst frühzeitig zu rufen, um Vertrauen aufbauen zu können. Man warte nicht auf den Tod, sondern begleite auf der letzten Wegstrecke und berate dabei auch die Angehörigen.
Unter großem Applaus wurde das offizielle Foto mit dem Scheck über 1.500 Euro, den vier Hospizhelferinnen und Hirte Achim Beck angefertigt.