Zwölf junge Christen bekannten am Sonntag, 12. April 2026 feierlich ihren Glauben und wurden gesegnet: zwei Konfirmanden in der Kirche Buchen von Evangelist Gunther Hirsch und fünf Konfirmandinnen und fünf Konfirmanden von Bezirksapostelhelfer Martin Rheinberger in der Kirche Wiesloch.
Matthäus 10,32 ist Predigtgrundlage der diesjährigen Gottesdienste mit Konfirmation in der neuapostolischen Kirche weltweit.
„Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel“
Den Nächsten zu lieben und damit Jesus Christus zu bekennen, beschreibt Stammapostel Jean-Luc Schneider in seinem Brief an alle diesjährigen Konfirmandinnen und Konfirmanden die schönste Aufgabe.
Buchen
Für die musikalische Einstimmung vor dem Gottesdienst in der Kirche Buchen sorgten ein Nachwuchsorganist und ein kleiner Trompetenspieler.
„Jesus will dir heut begegnen“ (Jutta Ullmann 1959 - 2009/Manfred Ullmann *1956) - so leitete der gemischte Chor den Predigtteil mit Evangelist Gunther Hirsch ein. „Jesus will dir heut begegnen“ sei Anspruch für jeden, der zum Gottesdienst gehe. In der nachösterlichen Zeit sei Jesus denen begegnet, die auch schon vor seinem Tod in seiner Nähe waren. Glaube sei mehr als Katechismus- oder Bibelstudium, Glaube sei Beziehungsaufbau mit Jesus, der jemand für dieses und das zukünftige Leben sei. Sein Hinweis: „Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen“ sei gelebte Beziehung erfüllt von der Liebe Gottes. Wer die Liebe Gottes im Herzen trage, gebe sie an den Nächsten weiter, der genauso von Gott geliebt werde.
Priester Marcel Walczyk, Lehrkraft der beiden Konfirmanden ermunterte in seinem Predigtbeitrag, Glaubensdinge nicht länger aufzuschieben und durchzustarten mit der Zusage: „Wenn ihr den Herrn bekennt, wird er sich auch zu euch bekennen“
Diakonin Sophia Hirsch, frühere Sonntagsschullehrerin der beiden Konfirmanden versicherte: „Gott gibt seinen Segen und verspricht, dass er bei euch ist“ – auch wenn es mal nicht so laufe.
„Ich entscheide mich bewusst gegen das Böse und distanziere mich von allem, was Gott widerspricht“ transferierte Evangelist Hirsch das Konfirmationsgelübde in zeitgemäße Sprache im Rahmen seiner persönlichen Ansprache im sakramentalen Teil des Gottesdienstes. Die beiden Konfirmanden legten ihr Gelöbnis ab und wurden gesegnet. Mit dem Heiligen Abendmahls, Gebet und Segen endete der feierliche Gottesdienst.
Wiesloch
„Brauchst du Kraft“ (Hedwig von Redern 1866 – 1935/Sigi Hänger *1972) sang der gemischte Chor vor dem Gottesdienst mit der Zusage am Ende jeder Strophe „Er ist ganz nah“. Kurz danach erhob sich die ganze Gemeinde in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche Wiesloch zum feierlichen Einzug der fünf Konfirmandinnen und fünf Konfirmanden.
Gleich zu Beginn seiner Predigt bedankte sich Bezirksapostelhelfer Martin Rheinberger bei den Konfirmandinnen und Konfirmanden, dass sie da seien und sich dafür entschieden haben, nach christlichen Maßstäben zu leben. Bezugnehmend auf das Lehrwerk „Auch ich will…“ fügte Apostel Rheinberger hinzu: „…am Tag des Herrn dabei sein.“ Ein Leben als Christ bedeute nicht, zum Lachen in den Keller gehen zu müssen. Auch Jesus habe Feste mitgefeiert und seine Jünger durch Höhen und Tiefen begleitet. Bereits das Halten der Gebote verhelfe zu einem guten Miteinander und ebne den Weg zu Gott.
Gott habe sich zuerst zu den Menschen bekannt, indem er seinen Sohn auf die Erde sandte. Zu Gott bekennen bedeute, Christus nachzufolgen und den Menschen nach dem Vorbild Jesu zu dienen. Dazu schlug Apostel Rheinberger den Konfirmandinnen und Konfirmanden vor, sich im Chor des Süddeutschen Jugendtages 2027 oder in der eigenen Gemeinde einzubringen und versicherte, wer Gott diene, könne sich sicher sein, dass er bei Christus ist.
Gott zu dienen und Karriere- oder Familienplanung schließe sich nicht aus, weil Lebensentscheidungen im Vertrauen auf Gott getroffen werden können. Gott begleite, egal in welche Richtung es gehe, sagte der Apostel zu.
Dass Gott zuerst bekenne, manifestierte Bezirksältester Achim Steiger aus dem Kirchenbezirk Mannheim in seinem Predigtbeitrag anhand der Taufe Jesu vor dessen Lehrtätigkeit, als eine Stimme vom Himmel bekannte: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“ (aus Matthäus 3,17) Damit habe Jesus die Kraft erhalten, sich selbst während der Versuchungen in der Wüste zu Gott zu bekennen, bis sich Gott auf dem Berg der Verklärung wieder zu ihm bekannte.
Mit der Aufforderung Versöhnung aktiv mitzugestalten leitete Bezirksapostelhelfer Rheinberger zum sakramentalen Teil des Gottesdienstes über. Nach dem Unservatergebet, Sündenvergebung und dem Verlesen des Briefes von Stammapostel Jean-Luc Schneider bat der Apostel die jungen Christen vor den Altar. „Ihr seid das Licht der Welt“ (aus Matthäus 5,14) sei ebenfalls eine Möglichkeit Christus zu bekennen. Beim weiteren Studium der Glaubensartikel empfahl Apostel Rheinberger die Vokabel „Ich glaube“ durch „Ich vertraue“ zu ersetzen. Er segnete die Konfirmandinnen und Konfirmanden, nachdem sie ihr Gelöbnis gesprochen hatten. Die Feier des Heiligen Abendmahls, Gebet und Segen komplettierten den feierlichen Gottesdienst.
Zeitgemäße Chorwerke auch von Julia Maier (*1988) oder John Rutter (*1945) umrahmten den Gottesdienst musikalisch.