Zarte Harfenklänge erfüllten die Kirche Wiesloch am Sonntagvormittag, 21. Juli 2024 und ein Herz mit roten Rosen schmückte den Altar. Im Gottesdienst mit Hirte Klaus Egolf empfing ein Paar den Segen zur Rubinhochzeit.
„Ich bin der Gott der Liebe, der Gnade, der Freude“, so habe sich Gott selbst vorgestellt, kommentierte Hirte Klaus Egolf zu Beginn des Predigtteils das Lied des gemischten Chores „Kommet her“, das Jeremy Dawson *1974 eigens für den Süddeutschen Kirchentag 2024 komponiert hatte. Gleichzeitig forderte Hirte Egolf dazu auf, die Herzen Gott zuzuwenden, denn Christen seien auch bereit, sich von Gott etwas sagen zu lassen.
„Und als sie auf der Straße dahinfuhren, kamen sie an ein Wasser. Da sprach der Kämmerer: Siehe, da ist Wasser; was hindert’s, dass ich mich taufen lasse? Und er ließ den Wagen halten und beide stiegen in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn.“
Apostelgeschichte 8, 36-38 war Predigtgrundlage. Hirte Egolf erklärte, dass die Taufe des Kämmerers aus Äthiopien wohl eine der prominentesten Taufen war, über die die Bibel berichtet. Philippus sei von einem Engel Gottes an die Straße gesandt, wo der Kämmerer auf dem Heimweg von Jerusalem in einer Jesaja-Schriftrolle las. „Verstehst du auch, was du liest?“ (Apostelgeschichte 8, aus 30) habe Philippus den Kämmerer angesprochen, als dieser ihn bat, aufzusteigen. Beeindruckt vom Evangelium Jesu, das Philippus ihm aufschloss, entstand in ihm, der Wunsch zur Taufe, die im biblischen Kontext demonstriere, dass Gott will, dass allen Menschen geholfen werden – egal aus welchem Kulturkreis und Herkunft. Die Taufe sei ein unauflöslicher Bund mit Gott, auf den er seinen Segen lege, die Erbsünde abwasche und von der Gottferne in die Gottnähe rücke.
Den Nächsten so anzunehmen wie Gott ihn sehe, dazu ermunterte Priester Peter Krennerich in seinem Predigtbeitrag.
Rubinhochzeit
„Jesus will dir heut begegnen“ (M. Ullmann) leitete der gemischte Chor nach dem sakramentalen Teil des Gottesdienstes zur Rubinhochzeit über. Hirte Egolf erwähnte den Trautext „Ich komme bald; halte was du hast“ (Offenbarung 3,11) und stellte fest, dass sich das in den zurückliegenden gemeinsamen 40 Jahren erfüllt habe. Er fügte Sprüche 10,22 hinzu „Der Segen des HERRN allein macht reich, und nichts tut eigene Mühe hinzu“ und segnete das Paar erneut. „Liebe, die du mich zum Bilde“ (CB 337) sang ein Trio, bevor Hirte Egolf den Gottesdienst mit Gebet und Segen beschloss.