Die Gemeinden Neckarsteinach-Darsberg, Schriesheim und Wilhelmsfeld hatten sich am Donnerstag, 25. Juli 2024 in der Kirche Neckarsteinach-Darsberg versammelt, um mit Apostel Martin Rheinberger den Abendgottesdienst zu feiern.
„Herr, rede du zu uns. Lass Herz und Verstand zu dir gerichtet sein.“ (Klaus Heizmann *1944) sang der gemischte Chor, was Apostel Rheinberger spontan bestätigte und riet, bei Fragen mit dem Verstand im Katechismus zu lesen und mit ganzem Herzen zu glauben.
„Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel von Licht und Finsternis.“
Jakobus 1,17 war Predigtgrundlage. Jakobus habe stets betont, dass sich Glaube in der Praxis zeige. Dazu gehöre, auch einmal zu schweigen. Apostel Rheinberger zitierte dazu Heinrich Böll: „Worte heilen – Worte töten.“ Das einzig Beständige sei die begleitende Liebe Gottes. Der Glaube an Jesus Christus könne durch Verhalten nach seinem Vorbild umgesetzt werden, während der Heilige Geist dabei Begleiter und Tröster sei.
Die Geneigtheit des Menschen zum Bösen beinhalte neben Selbstsucht auch den Wunsch zu herrschen. Das habe Jesus Christus um 180° gedreht, in dem er gedient habe. Darum forderte Apostel Rheinberger zum gegenseitigen Dienen auf.
Zu den von Jakobus genannten vollkommenen Gaben zähle der vollkommene Frieden über Christi Auferstehung, der helfe, den Glauben zu praktizieren. Eine weitere vollkommene Gabe Gottes sei das ewige Leben, weil durch die Gabe des Heiligen Geistes die Namen im Himmel angeschrieben seien sowie die Vergebung der Sünden.
Die guten Gaben als Geschenk Gottes betrachtete Bischof Jörg Vester in seinem Predigtbeitrag. Gott wisse zum richtigen Zeitpunkt, was der Einzelne brauche.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls, einem Gebet und dem Schlusssegen setzte der gemischte Chor mit dem irischen Segenslied „Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebnen“ den musikalischen Schlusspunkt und entließ die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher in den lauen Sommerabend.