„Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt..“ so sang der Chor zu Beginn des Gottesdienstes den Apostel Hans-Peter Schneider in Michelstadt durchführte. Für ihn war es der letzte Besuch in der Odenwaldgemeinde im aktiven Dienst. „Salz steht für apostolische Würze, Licht für lichtvolle Erkenntnis“, so der Apostel am Beginn seiner Predigt, und „aus freiem Heilszugang wird Heilsentfaltung“.
Der Apostel gab den Glaubensgeschwister als Stärkungswort Sirach 34, 19 mit auf den Weg „Die Augen des Herrn sehen auf die, die ihn lieb haben. Er ist ein gewaltiger Schild, eine starke Stütze, ein Schutz gegen die Hitze, ein schützendes Dach am heißen Mittag, er bewahrt vor dem Straucheln, er hilft vor dem Fall; er erfreut das Herz und macht das Angesicht fröhlich und gibt Gesundheit, Leben und Segen.“ und ergänzte: „Es ist eine Mahnung und zugleich eine große Beruhigung, dass Gott das Herz ansieht und nicht die Person. Daraus erschließt sich ein großer Lebensauftrag: Sorge dafür, dass du in den Augen Gottes zu Ansehen kommst. Der Gottesfürchtige steht zuerst zu Gott, kämpft für seinen Glauben und gegen die Sünde und erlebt in der Länge der Zeit als Folge, wie Gott zu ihm steht.“
Beispielhaft wurde David genannt: Er wurde deshalb zum Nachfolger des Königs Saul auserwählt, weil er ein reines Herz hatte (1Sam 16,7). Und weil er Gott fürchtete, gab Gott ihm den Sieg über seine Feinde:
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort zu Grunde aus Jeremia 17,10: „Ich, der Herr, kann das Herz ergründen und die Nieren prüfen und gebe einem jeden nach seinem Tun, nach den Früchten seiner Werke.“
Nach dem Gottesdienst bestand Gelegenheit zum Gedankenaustausch bei dem im Odenwald traditionellen „kleinen Imbiss“ nach dem Segen.