Goldene Schleifen im Altarschmuck der Kirche Heidelberg-Wieblingen wiesen auf ein besonderes Ereignis hin. Im Gottesdienst am Sonntag, 7. Juni 2026 wurde der Segen zur Goldenen Hochzeit gespendet.
„O seliger Sonntag“ (GB 114) sang die versammelte Gemeinde mit Orgelbegleitung, während Priester Markus Kloss zum Altar schritt.
„Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind. Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“
Lukas 10,20 war Predigtgrundlage. Priester Kloss schilderte den biblischen Kontext, als die 72 Jünger, die Jesus paarweise ausgesandt hatte, zurückkehrten und sich darüber freuten, was sie in seinem Namen bewirken konnten. Die Antwort Jesu: „…, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind“ erklärte Priester Kloss als göttliche Zuwendung und untermauerte sie mit der Verheißung in 2. Petrus 1,10-11 „Darum, Brüder und Schwestern, bemüht euch umso eifriger, eure Berufung und Erwählung festzumachen. Denn wenn ihr dies tut, werdet ihr niemals straucheln, und so wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilands Jesus Christus.“ Gott nenne jeden beim Namen, weil er jeden liebe und in Liebe zu sich ziehe.
„Jeder Getaufte ist Teil der Kirche Christi und im Himmel angeschrieben“ stellte Priester Manuel Mauritz in seinem Predigtbeitrag fest.
„Herr, deine Güte reicht so weit“ (CB 146) – so bereitete der gemischte Chor die persönlichen Momente der Goldenen Hochzeit vor. Priester Kloss blickte auf die Trauung am 21. Mai 1976 in der Kirche Heidelberg-Werderstraße zurück, erwähnte die Geborgenheit in der Familie und betonte, dass eine intakte Familie keine Selbstverständlichkeit sei. Er las Psalm 136,1-9 und segnete das Paar erneut.
Nach Schlussgebet und Segen setzte der gemischte Chor mit „Der Herr ist mein Licht“ – einer Vertonung von Psalm 27 - den musikalischen Schlusspunkt des feierlichen Gottesdienstes.