Am Sonntag, 9. November 2025 waren auch zwei Vertreterinnen von Frauen helfen Frauen e. V. in die Kirche Heidelberg-Wieblingen gekommen, um nach dem Gottesdienst eine Spende von human aktiv entgegenzunehmen.
Den Vortrag des Musikensembles „Betende Hände braucht unsere Zeit“ (CB 350) ergänzte Priester Holger Döhling, stellvertretender Vorsteher der Gemeinde mit der Anmerkung, nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere in herzlicher Fürbitte einzutreten.
„Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“
Matthäus 25,40 war Predigtgrundlage. Die an Jesus gerichtete Frage, welches das wichtigste Gebot sei, formulierte Priester Döhling zeitgemäß: „Was ist Gott am wichtigsten, was der Glaubende tut?“ und beantwortete sie wie Jesus mit dem Doppelgebot der Liebe in Matthäus 22: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen…Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Auf die Frage des Pharisäers, wer sein Nächster sei, habe Jesus das Gleichnis vom barmherzigen Samariter erzählt mit der Botschaft: Der, der geholfen hat. Nächster zu werden, den Bedarf zu erkennen und zu helfen, dazu ermunterte Priester Döhling. Jesus werde dabei begleiten und zum Bemühen das Gelingen schenken.
„Ich möchte gern ein Segen sein“ (CB 362) war die musikalische Antwort des Musikensembles vor dem sakramentalen Teil des Gottesdienstes.
Spendenübergabe an Frauen helfen Frauen e. V.
Nach dem Gottesdienst stellten Angelika Brendlein, Gründungsmitglied von Frauen helfen Frauen e. V. und Johanna Straavaldsen, Mitarbeiterin von Frauen helfen Frauen e. V. die Arbeit des Vereins mit seinen verschiedenen Beratungsstellen vor, die human aktiv, das Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland mit 6.000 Euro aus dem Förderschwerpunkt 2024 „Förderung von Einrichtungen und Beratungsstellen für von Gewalt betroffenen Frauen und Kinder“ unterstützte.
Johanna Straavaldsen bedankte sich für 3.027 Euro für Einrichtungsgegenstände für eine weitere Unterbringungsmöglichkeit für von Gewalt betroffenen Frauen und Kinder sowie für 2.973 Euro für Dolmetschen und Unterstützung des alljährlichen Ausflugs in den Kurpfalzpark, der einem regen Erfahrungsaustausch der Frauen diene.
Angelika Brendlein berichtete aus den Anfängen der Vereinsgründung 1978 von großem Unverständnis und einem „Nichtwahrhabenwollen“ in Politik und Gesellschaft. Habe die Polizei Frauen aus ihrem gewalttätigen Umfeld befreit, stellte sich die Frage nach dem Wohin und sie seien bei Vereinsmitgliedern privat untergebracht worden. Seit 1980 finden Frauen im autonomen Frauenhaus einen sicheren Unterschlupf und fachliche Beratung.
Mit einem kräftigen Applaus bedankte sich die anwesenden Gottesdienstbesucherinnen und -besucher für das Engagement. Nach der symbolischen Scheckübergabe beantworteten die beiden Damen bei einer Tasse Kaffee noch alle Fragen.