Ein großer Chor – darunter Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Reisenachtreffens - umrahmte am Sonntag, 27. April 2025 den Gottesdienst der Gemeinde Heidelberg-Wieblingen.
Bereits am Donnerstagabend, 24. April 2025 trafen die rund 40 Teilnehmenden des Nachtreffens der Jordanienreise mit Bezirksapostel i. R. Armin Brinkmann im vergangenen Jahr in Heidelberg ein. Am Freitag und Samstag standen Schlossbesichtigung, Museumsbesuche, Philosophenweg, Stadtführung sowie ein Reiserückblick in der Kirche Heidelberg-Werderstraße auf dem Programm. Heike und Harald Wegener aus der Gemeinde Heidelberg-Wieblingen, ebenfalls Teilnehmende der zurückliegenden Jordanienreise, hatten das vielfältige Programm in Heidelberg vorbereitet.
Gottesdienst am Sonntag
„Jauchzet und singet“ (Friedhelm Deis 1930 – 2008) – mit diesem majestätischen Chorlied leitete der große gemischte Chor den Predigtteil des Gottesdienstes am Sonntagvormittag ein. Priester Holger Döhling umriss die nachösterliche Zeit mit den Begegnungen des Auferstandenen am leeren Grab.
„Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“
Matthäus 28,18 war Predigtgrundlage. Priester Döhling schilderte, wie Jesus bereits in einer frühen Phase seines Wirkens bestätigte, dass er der „Menschensohn“ sei. In Kapernaum habe er in seiner göttlichen Vollmacht einem Kranken die Sünden vergeben und ihn als irdisches Zeichen von seinen Gebrechen geheilt. Jesus habe die Bevollmächtigung Gottes bewiesen, indem er Naturgesetze außer Kraft setzen und übers Wasser laufen, Wind und Wellen dämmen und Kranke heilen konnte. Der Übersetzung Martin Luthers stellte Priester Döhling das Bibelwort in der neuen Genfer Übersetzung gegenüber: „Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben“. Gewaltsames Eingreifen sei nicht die Idee, sondern die Macht der Liebe, versicherte Priester Döhling mit der Zusage „Wer will uns scheiden von der Liebe Christi?“ (aus Römer 8,35) und erinnerte gleichzeitig an die Kraft der Vergebung.
Jeder Gottesdienst könne Antrieb und Motivation sein, sich das wesentliche bewusst zu machen, riet Priester Tariq Gennrich in seinem Predigtbeitrag und betonte, dass Jesus trotz Enttäuschungen immer in der Liebe gehandelt habe.
„Die Spur der Hoffnung sehen“ (Kinderliederbuch Nr. 72) schmetterten die Kinder am Ende des Gottesdienstes mit dem überzeugten Hinweis „das kannst auch du!“ und ernteten dafür einen kräftigen Applaus.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen in den Nebenräumen der Kirche machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Reisegruppe wieder auf ihren jeweiligen Heimweg – bereichert um viele Momente herzlicher Gemeinschaft.