Ein vielfältiges Musikprogramm schuf den feierlichen Rahmen für den Gottesdienst mit Bezirksapostel Michael Ehrich am Sonntag, 9. März 2025 in der Kirche Wiesloch, in dessen Verlauf er Veränderungen in der Leitung des Kirchenbezirks vornahm.
„Ein Gärtner geht im Garten“ (GB 230) sangen die Kinder mit Chor- und Orchesterbegleitung, was Bezirksapostel Ehrich dazu bewegte, den Willkommensgruß der Kinder zu erwähnen. Sie hatten im Vorfeld Blumensamen und eine Geschichte geschickt, in der die Blumen eines Gartens mit Duft und Schönheit wetteiferten, bis ein kleines Blümchen daran erinnerte, dass alle gleichermaßen von Gott erschaffen worden seien.
„So seht nun darauf, wie ihr hört; denn wer da hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er meint zu haben.“
Lukas 8,18 war Predigtgrundlage. Wenn Gottes Wort verkündigt werde, sei es wichtig, genau zuzuhören, stellte der Bezirksapostel fest, was er an der biblischen Begegnung von Maria, Martha und Jesus veranschaulichte. Maria habe zugehört, während Martha Dienstbereitschaft gezeigt habe. Beides sei richtig und wichtig – allerding mit der richtigen Priorität.
Gott habe zu allen Zeiten zu den Menschen gesprochen: im Paradies, bei Mose und Abraham und später durch die Propheten. Bei der Taufe Jesu sei die Stimme vom Himmel gekommen „siehe, das ist mein lieber Sohn“. Dann habe Jesus die Apostel beauftragt, in seinem Namen zu sprechen. Das Wort Gottes zu predigen, sei Auftrag der Amtsträger im Namen des Apostels. Mit der Aufnahme des Wortes Gottes sei es dann aber so wie im Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld. Jesus habe bedauert, dass sich die Menschen zu sehr mit dem Irdischen beschäftigen und erklärt, dass er etwas anderes gebe. Das Wort der Apostel solle auf die Wiederkunft Christi vorbereiten.
„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“ Der Bezirksapostel zitierte Micha 6,8 und empfahl, das Wort Gottes mit in den Alltag zu nehmen, erinnerte neben den Geboten auch an das Doppelgebot der Liebe, an Barmherzigkeit und die Demut in dem Bewusstsein, auf Gott angewiesen zu sein.
Aktives Zuhören beschrieb Bezirksälteste Gerd Merkel in seinem letzten Predigtbeitrag als Bezirksvorsteher.
Vor selektivem Zuhören warnte Bischof Jörg Vester in seinem Predigtbeitrag, während Apostel Martin Rheinberger Jesu Mutter Maria zitierte: „Was er euch sagt, das tut.“ (Johannes 2,5)
Veränderung in der Leitung des Kirchenbezirks
Für 33 aktive Jahre in der Leitung des Kirchenbezirkes, 28 Jahre davon als Bezirksvorsteher, dankte Bezirksapostel Ehrich nach dem sakramentalen Teil des Gottesdienstes dem Bezirksältesten Gerd Merkel, entlastete ihn auf eigenen Wunsch von diesen Aufgaben und bestätigte ihn als Priester für die Gemeinde Wiesloch. Anschließend beauftragte er Priester Mathias Gramlich als Bezirksvorsteher für den Kirchenbezirk Heidelberg.
Mit „Lobe den Herren“ (CB 269) bündelte der gemischte Chor die Empfindungen. Der Gottesdienst wurde per Livestream in weitere Gemeinden des Kirchenbezirks übertragen.